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Rundschau

 

ifz/DVR-Spot mit „OttoCar“ ausgezeichnet
 

Der aktuelle ifz/DVR-Spot „Motorrad: Mit Sicherheit!“ erhielt auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main einen der begehrten „OttoCar Awards“.

Mit dem Preis wurde die jahrelange und traditionell erfolgreiche Zusammenarbeit der Essener Motorrad-Sicherheitsexperten mit dem DVR und der Agentur RIDDER WERKE ausgezeichnet. ifz-Forschungsleiter Matthias Haasper (3.v.l.) und DVR-Referatsleiter Jürgen Bente (2.v.l.) nahmen die Trophäe in Empfang: „Es ist natürlich ein toller Erfolg und eine Bestätigung unserer täglichen Arbeit. Motorradfahrer werden leider zu oft von Pkw-Fahrern übersehen. Die erneute Auszeichnung ehrt uns und dokumentiert, dass wir mit Hilfe unserer Partner dank frischer Ideen für das Thema Motorradsicherheit sensibilisieren“, kommentierte Haasper die Preisverleihung der internationalen Experten-Jury.

Bei der Produktion handelt es sich um einen Social-Media-Spot. In 40 Sekunden mahnt er auf humorvolle Weise: „Bleib konzentriert! Die Anderen sind es vielleicht nicht!“. Denn häufig ist es die mangelnde Konzentration im Straßenverkehr, die zu Unfällen führt.

Den Spot ist auf den Facebook-Seiten des ifz und des DVR, auf dem ifz-YouTube-Kanal und auch unter https://www.ifz.de/kampagne-bleib-konzentriert/ zu finden.

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Verkehrssicherheit in der Mongolei

Der DVR hat in diesem Jahr Vertreter der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) zur „ROAD EXPO MONGOLIA 2019“ begleitet. Die zweitägige Fachkonferenz fand in der mongolischen Hauptstadt Ulaanbaatar statt. Aufgrund des hohen Interesses an Fragen der Verkehrssicherheit referierte DVR-Geschäftsführerin Ute Hammer über die verkehrssichere Gestaltung von Infrastruktur im Sinne der Vision Zero. Die Mongolei hat bei einem Fahrzeugbestand von circa einer Million Pkw jährlich rund 500 Verkehrstote zu beklagen. In Relation zur Anzahl der Pkw würde das circa 28.500 Verkehrstoten in Deutschland entsprechen. Hammer zeigte sich beeindruckt vom Engagement der mongolischen Kolleginnen und Kollegen: „Sie wollen bei der Verkehrssicherheit unbedingt etwas erreichen und von unseren Erfahrungen lernen.“ Weitere Kooperationspartner sind die Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt (LSBB) und die Vereinigung der Straßenbau- und Verkehrsingenieure Sachsen-Anhalt e.V. (VSVI). BASt, DVR und VSVI verständigen sich zurzeit mit dem mongolischen Straßenbauverband auf Eckpunkte einer vertieften Zusammenarbeit.

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„Excellence in Road Safety Award“ für DVR-Motorradtrainings

Das Europäische Qualitätssiegel für Motorradtrainings des DVR, der Internationalen Motorradföderation (FIM) und des Europäischen Verbands der Motorradhersteller (ACEM) wurde von der Europäischen Kommission mit dem Preis „Excellence in Road Safety Award“ ausgezeichnet. Der Preis wird seit 2006 jährlich an Initiativen verliehen, die aktiv zu mehr Sicherheit auf Europas Straßen beitragen.

Zusammen mit den Partnern ACEM und FIM entwickelte der DVR 2016 das Qualitätssiegel. Durch das Siegel können ausgebildete Motorradfahrende erkennen, welche Trainingsprogramme in Europa qualitativ hochwertig sind. Dazu gehören bereits 29 Motorrad-Trainingsprogramme in Österreich, Belgien, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Spanien und Schweden. Das Zertifizierungssystem ist freiwillig. Jede Organisation oder auch Unternehmen können sich hierfür bewerben.

ACEM-Generalsekretär Antonio Perlot nahm die Auszeichnung von der EU-Kommissarin für Verkehr, Violeta Bulc, in Brüssel entgegen.

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Unterschätzte Gefahr: Kollisionen von Radfahrenden mit Fahrzeugtüren
DVR veröffentlicht Umfrage zur mangelnden Rücksicht beim Aussteigen

Von Anna-Sophie Börries

Nur mal schnell anhalten, Tür aufreißen, ohne nach hinten zu schauen, aus dem Auto springen und ein paar Brötchen holen – ein solches Verhalten kann schwere Folgen haben: Von hinten kommende Radfahrende haben keine Zeit zu bremsen und prallen gegen die Fahrzeugtür. Diese sogenannten „Dooring-Unfälle“ und die Relevanz eines Schulterblicks vor dem Aussteigen werden oft unterschätzt. Dies zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage unter 1.000 regelmäßig Radfahrenden und 1.000 regelmäßig Autofahrenden im Rahmen der Kampagne „Kopf drehen, Rad Fahrende sehen!“ mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).

Mangelnde Sorgfaltspflicht
Der Umfrage nach prüft mehr als jeder zehnte befragte Autofahrende beim Aussteigen nicht, ob sich Radfahrende von hinten nähern. 16 Prozent der befragten Autofahrenden machen selten oder nie einen Schulterblick, sieben Prozent nutzen selten oder nie die Spiegel.

Insgesamt 45 Prozent der befragten Radfahrenden waren mindestens schon einmal beinahe in eine Kollision mit einer geöffneten Fahrzeugtür verwickelt. Rund sechs Prozent der Befragten gaben an, dass ihnen ein solcher Unfall bereits passiert ist. Mehr als ein Drittel der regelmäßig Radfahrenden (38 Prozent) hat fast immer oder generell die Befürchtung, mit einer sich plötzlich öffnenden Fahrzeugtür zusammenzustoßen und zu stürzen. Ganze 65 Prozent der befragten Radfahrenden sind der Ansicht, dass Fahrzeuginsassen vor dem Aussteigen selten oder nie das Umfeld mit einem Spiegel- oder Schulterblick überprüfen.

„Holländischer Griff“
Pkw-Fahrende und ihre Mitfahrenden sollten daher beim Aussteigen die Tür erst aufmachen, wenn keine Radfahrenden in Sichtweite sind und vor dem Öffnen der Tür am besten den „holländischen Griff“ anwenden. Dabei öffnet man die Autotür nicht mit der Hand, die der Tür am nächsten ist, sondern mit der anderen Hand, um sich dadurch leichter nach hinten zu drehen und zurückschauen zu können. Pkw-Fahrende sollten davor noch den Rück- und Seitenspiegel nutzen und sind zudem aufgefordert, mitfahrende Erwachsene auf den Schulterblick hinzuweisen und Kinder beim sicheren Aussteigen zu unterstützen.

Die Autorin ist Referentin Öffentlichkeitsarbeit Initiativen/Veranstaltungen beim DVR.
asboerries@dvr.de

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