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Journal

 

E-Scooter fahren in der kalten Jahreszeit

Tipps für ein sicheres Ankommen

Von Athanasia Theel

Etliche Sharing-Anbieter haben bereits angekündigt, die Kraftfahrzeuge auch im Herbst und Winter anzubieten. Sicheres Ankommen ist jedoch nur möglich, wenn man den Fahrstil anpasst.

Kälte, Nässe oder Dunkelheit sind Risikofaktoren, mit denen sich E-Scooter-Nutzende zur kalten Jahreszeit auseinandersetzen müssen. Wer bei sinkenden Temperaturen nicht auf den kleinen Flitzer verzichten möchte, der sollte die geltenden Regeln beherzigen und seine Fahrweise an die Witterung anpassen.

Risiko Wetter
Nasses Laub, Glätte oder Schnee erhöhen das Risiko zu stürzen. Nutzerinnen und Nutzer von E-Scootern müssen damit rechnen, dass das Bremsen und Fahren um Kurven bei dieser Witterung gefährlich werden kann. Der geringe Reifendurchmesser beim E-Scooter verschärft das Risiko, besonders bei reifbedecktem Kopfsteinpflaster oder unebenen, nassen Fahrbahnflächen.

Praxistipps
Bevor man sich im Herbst oder Winter entscheidet, E-Scooter zu fahren, sollte man genau überlegen, ob die Witterung eine sichere Fahrt mit dem Elektrokleinstfahrzeug erlaubt. Der DVR empfiehlt generell, E-Scooter bei Eis, Schnee oder auch starkem Regen nicht zu nutzen. Sicherer unterwegs ist man dann mit dem öffentlichen Personennahverkehr oder auch zu Fuß.

Ist es dagegen trocken, scheint vielleicht sogar die Sonne, sollten folgende Tipps beachtet werden, um sicher ans Ziel zu gelangen:

Die richtige Kleidung

Kurze Sicherheitschecks vor Fahrtantritt

Fahrverhalten anpassen

Die Autorin ist Volontärin in der Pressestelle des DVR.
atheel@dvr.de

Trainingskurse für E-Scooter

Die örtlichen Verkehrswachten bieten zu verschiedenen Zeitpunkten Trainingsparcours für E-Scooter an. Verkehrsteilnehmende erlernen auf diese Weise, den E-Scooter sicher zu nutzen und die relevanten Verkehrsregeln zu kennen.

Mehr Infos unter: https://deutsche-verkehrswacht.de/deutsche-verkehrswacht- startet-training-fuer-e-scooter-fahrer/

 

Drei Fragen an … Bodo von Braunmühl, Leiter Kommunikation bei TIER Mobility

Herr von Braunmühl, warum bieten Sie auch in den Wintermonaten den E-Scooter-Verleih an? Generell bleiben TIER E-Scooter ganzjährig auf der Straße. Wir stellen uns darauf ein, dass es im Winter weniger Nutzer werden, aber immer noch so viele, dass wir den Betrieb regulär aufrechterhalten. Aus anderen Ländern wissen wir, dass Kälte weniger ausschlaggebend ist als Nässe. In der Kälte 20 Minuten auf den Bus zu warten ist auch kein Spaß, da kann der E-Scooter eine gute Alternative sein. Vielleicht erwartet uns ja auch ein milder Winter, da wären unsere Kunden umso mehr enttäuscht, wenn das entsprechende Angebot an E-Scootern fehlen würde.
Ganz klar aber auch: Bei riskanten Wetterlagen werden wir den Betrieb einstellen.

Worauf muss in der kalten Jahreszeit vor allem geachtet werden?
Im Grunde genommen kommt es – wie bei allen Zweirädern – auf eine den Witterungsbedingungen angepasste Fahrweise an. Darauf weisen wir unsere Kunden auch per App hin. Im Zweifelsfall also langsamer und vorausschauend fahren, um zum Beispiel Glätte und Rutschgefahr besser antizipieren zu können.
In diesen Tagen führen wir ein neues E-Scooter-Modell in Deutschland ein. Diese neue Generation von TIER E-Scootern sorgt mit einem größeren Vorderrad, Hinterradantrieb und einem höheren Gewicht für bessere Bodenhaftung. Die E-Scooter kommen mit rutschigem Untergrund deutlich besser zurecht und weisen eine nochmal verbesserte Bremsleistung auf. Auch das Licht des E-Scooters ist auf die dunkle Jahreszeit angepasst, also noch heller.

Für welche Strecken werden Sie den E-Scooter im Winter nutzen?
Wie die meisten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von TIER bin ich Ganzjahresfahrer. Ich beispielsweise nutze den E-Scooter für den letzten Kilo­meter vom S-Bahnhof zum Büro.

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Für die Gefahr von Müdigkeit am Steuer sensibilisieren

Bilanz der Kampagne „Vorsicht Sekundenschlaf!“

Von Anna-Sophie Börries

Einer Umfrage des DVR zufolge ist jeder vierte Pkw-Fahrende bereits einmal hinter dem Steuer eingenickt. Trotzdem unterschätzen viele die Gefahr, überschätzen ihre eigenen Fähigkeiten und machen nur selten eine Pause. Der DVR hat daher mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) sowie weiterer Partner auf dieses mangelnde Gefahrenbewusstsein mit der Kampagne „Vorsicht Sekundenschlaf!“ reagiert. Sie wurde Ende 2016 gestartet und wird Ende 2019 abgeschlossen.

Ziele der Kampagne waren, für die Gefahr von Müdigkeit am Steuer zu sensibilisieren und die Zahl der durch Müdigkeit verursachten Straßenverkehrsunfälle zu reduzieren.

Zielgruppenspezifische Maßnahmen
Die Kampagne „Vorsicht Sekundenschlaf!“ zeigte, wie wichtig es ist, besonders vor längeren Fahrten für erholsamen Schlaf und damit für eine ausreichende Leistungsfähigkeit zu sorgen und während der Fahrt erste Müdigkeitsanzeichen ernst zu nehmen und sofort eine Pause einzulegen. Pkw-Fahrende wurden unter anderem durch Aktionen an Autobahnraststätten und damit in der konkreten Gefahrensituation sensibilisiert. Lkw-Fahrende wurden mit speziellen Medien an ihre Verantwortung erinnert und auf den deutschlandweiten Fernfahrerstammtischen über Präventionsmöglichkeiten aufgeklärt. Ältere Menschen wurden durch die Auslage von Faltblättern in Arztpraxen auf die Gefahr von Müdigkeit am Steuer aufmerksam gemacht. Beschäftigte in Schichtarbeit sowie Pendlerinnen und Pendler hatten die Möglichkeit, bei Lesertelefon-Aktionen mit Zeitungen ihre Fragen an Fachleute zu richten. Unternehmen vor allem aus der Transportbranche wurden über die strafrechtlichen Konsequenzen eines Sekundenschlafes und die weitreichenden Vorteile einer Präventionskultur (weniger Unfälle, weniger Kosten) aufgeklärt.

Breite Unterstützung
Die Kampagne wurde bei diesen und weiteren Maßnahmen fachlich, aber auch finanziell vielfach unterstützt. Die Schlafexperten Dr. Wilfried Böhning, Dr. Alfred Wiater, Dr. Hans-Günter Weeß, Prof. Dr. Maritta Orth und Werner Waldmann, aber auch Psychologe Dr. Markus Schumacher, der Truck-Rennfahrer Jochen Hahn sowie die Berufskraftfahrerin Christina Scheib brachten sich mit ihrer Expertise ein. Die Tank & Rast GmbH (T&R), die Euro Rastpark GmbH und die Park & Ride GmbH in München unterstützten die insgesamt 22 Aktionen an Autobahnraststätten oder auf Park-and-Ride-Plätzen.

Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN), der Automobil-Club Verkehr (ACV) und die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) unterstützten die Kampagne finanziell und beteiligten sich an der Umsetzung einzelner Maßnahmen.

Große Reichweite
Die Kampagne „Vorsicht Sekundenschlaf!“ appellierte auf diese Weise an das Verantwortungsbewusstsein der Verkehrsteilnehmenden und leistete dadurch einen Beitrag zu einer ausgeschlafeneren und damit leistungsfähigeren Gesellschaft. Sie erzielte während der gesamten Laufzeit über alle Maßnahmen hinweg eine Reichweite von über 325 Millionen Kontakten und war somit über die drei Jahre hinweg sehr präsent in der Öffentlichkeit.

Weitere Informationen unter: www.dvr.de/vorsicht-sekundenschlaf

Die Autorin ist Referentin Öffentlichkeitsarbeit beim DVR.
asboerries@dvr.de

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„Deutschlands beste Autofahrer 2019“

Jonas A. aus Südhessen ist Sieger des Wettbewerbs „Deutschlands beste Autofahrer 2019“. Den zweiten Platz belegt Marco P. aus Mecklenburg-Vorpommern. Sie überzeugten sowohl mit ihrem theoretischen Wissen als auch durch ihr Fahrkönnen. Und nehmen damit auch eine Vorbildfunktion für alle Autofahrenden ein.

„Im vergangenen Jahr kamen 3.275 Menschen im Straßenverkehr ums Leben. Meine Bitte ist an Deutschlands beste Autofahrer und damit an Sie als Vorbilder: Reden Sie mit allen über die Gefahren im Straßenverkehr, animieren Sie dazu, sich an die Verkehrsregeln zu halten und sicher Auto zu fahren“, sagte DVR-Präsident Prof. Dr. Walter Eichendorf bei der Preisverleihung in Berlin.

Sowohl in der Vorrunde als auch im Finale mussten die Teilnehmenden ihr Können und Wissen unter Beweis stellen. Dort erwarteten sie verschiedene Aufgaben. Dazu zählte, einen theoretischen Fragebogen zu beantworten und jeweils sechs praktische Aufgaben zu fahren. Neu in diesem Jahr war, dass es ein Quiz zum Thema Erdgas-Antriebe gab. Die 15 Besten erhielten Preise der Sponsoren. Im Rahmen einer festlichen Gala wurden sie im Axel-Springer-Hochhaus in Berlin verliehen.

Seit 1988 begleitet den Wettbewerb die Zeitschrift AutoBild redaktionell. Der DVR unterstützt ihn gemeinsam mit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), Seat, like2­drive und Apollo. Ziel ist es, für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr zu sensibilisieren, indem Menschen für ihr Fahrkönnen ausgezeichnet werden. Der Wettbewerb möchte animieren, vorausschauend, rücksichtsvoll und umsichtig Auto zu fahren.

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