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Rundschau

 

Jugendaktion „Moods“ gestartet

Gemeinsame Kampagne des DVR mit den Unfallkassen und Berufsgenossenschaften

Ob beim Fahrrad- oder Mopedfahren, im Bus oder in der Bahn, zu Fuß oder nur beim Mitfahren: Die Teilnahme am Straßenverkehr ist von teils starken Emotionen geprägt. Wie Jugendliche mit ihnen und eigenen Stimmungen umgehen, wie gut sie ihren (Schul-)Weg meistern, wird unter dem Titel „Moods“ in der diesjährigen Jugendaktion des DVR, der Unfallkassen und Berufsgenossenschaften (UK/BG) thematisiert.

Auf der Webseite www.moods-dvr.de werden Emotionen von A bis Z beleuchtet. Zudem gibt es dort Tipps, wie negative und starke Emotionen erfolgreich bewältigt und mit ihnen umgegangen werden kann. Emotionen ist niemand hilflos ausgeliefert, es ist möglich, die eigene Stimmung selbst zu bestimmen.

Die Webseite bietet zudem Materialien für Lehrkräfte an, mit denen das Thema gezielt in den Unterricht integriert werden kann. Interessierte Klassen können sich auch am Gewinnspiel beteiligen und mit etwas Glück eine Soundanlage für die Schule, eine professionelle Spiegelreflexkamera oder Geld für die Klassenkasse gewinnen. Interesse? Dann ist die erste Emotion bereits geweckt.

Weitere Informationen unter:
www.moods-dvr.de/wettbewerbe

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Nebenwirkung Unfall

Medikamente können die Fahrtüchtigkeit negativ beeinflussen

Schniefnase, Kopfschmerzen, Husten? Geht schon, meinen viele und nehmen eine Tablette. Nur wenige denken an mögliche Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit, viele lesen die Packungsbeilage nicht und fragen nicht ihren Arzt oder Apotheker. Sie gehen damit ein Risiko ein, denn viele Medikamente haben ungeahnte Nebenwirkungen.

Mit dem Hausarzt sprechen

„Besonders kritisch sind Medikamente, die den Blutzucker oder den Blutdruck stark absinken lassen, die Wahrnehmungs- und Bewegungsfähigkeit beeinträchtigen oder Gefühlsschwankungen oder gar Persönlichkeitsveränderungen hervorrufen. Das sind Schlaf- und Beruhigungsmittel, Psychopharmaka, aber auch Präparate gegen Diabetes oder auch Mittel gegen Erkältungen und Allergien“, erläutert DVR-Hauptgeschäftsführer Christian Kellner.

Gefährliche Medikamentencocktails

Noch gefährlicher wird es, wenn die Arzneimittel als Mix und mit Alkohol oder Drogen zusammen eingenommen werden. Die Wirkungen der einzelnen Präparate werden verstärkt und das Reaktionsverhalten wird deutlich eingeschränkt. Auch Aufmerksamkeit, Konzentration, Sicht und Motorik können leiden. „Medikamentencocktails können unvorhersehbare Nebenwirkungen mit sich bringen. Wenn Sie wirklich mehrere Medikamente gleichzeitig einnehmen müssen, sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Hausarzt darüber. Auch lokale Betäubungen, die Spritze beim Zahnarzt oder Impfungen können die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Im Zweifel das Auto lieber stehen lassen“, rät Kellner.

Verlangsamte Reaktionen

Nicht nur verschreibungspflichtige Medikamente, auch freiverkäufliche Arzneimittel können zum Risikofaktor beim Fahren werden. In Deutschland sind rund 55.000 Medikamente zugelassen. Fachleute gehen davon aus, dass sich circa 2.800 dieser Präparate (fünf Prozent) negativ auf die Teilnahme am Straßenverkehr auswirken können. Insbesondere Schmerz- und Erkältungsmittel, die auch stimulierende Substanzen enthalten, zum Beispiel Koffein, führen kurzfristig zu einer subjektiv empfundenen Verbesserung der Symptome. Man fühlt sich fahrtüchtig. Allerdings kann dies auch bedeuten, dass man euphorisiert Gefahren im Straßenverkehr unterschätzt. Lässt die Wirkung des Medikamentes hingegen nach, kommt es häufig zu einer Ermüdung. Diese kann dann die Reaktionsfähigkeit deutlich verlangsamen.

Deshalb sollte laut DVR bei der nächsten Erkältung vor der Einnahme von Medikamenten lieber nachgelesen oder nachgefragt werden, bevor der Zündschlüssel gedreht wird.

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Wie können Abbiegeunfälle vermieden werden?

4. Juristische Fachkonferenz des DVR

Abbiegeunfälle standen im Fokus der 4. Juristischen Fachkonferenz des DVR im Berliner Humboldt Carré. Rund 60 Rechtsexpertinnen und -experten diskutierten über mögliche Wege, solche Unfälle zu vermeiden.

Sicht der Polizei

Abbiegeunfälle würden von allen Beteiligten als besonders tragisch empfunden, weil dabei ungeschützte Verkehrsteilnehmende und häufig Kinder getötet würden. Darauf wies Polizeioberrätin Carmen Scholze aus dem Landespolizeipräsidium im Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport hin.

Abbiegeunfälle vermeiden

Siegfried Serrahn, Geschäftsführer der Serrahn Spedition + Logistik GmbH, stellte verschiedene Projekte vor, mit denen Spediteure in Osnabrück versuchen, Abbiegeunfälle mit Lkw zu verhindern und damit Menschenleben zu retten. Die Aktionen reichten von der Installation von Spiegeln an Ampeln über Aktionstage, Selbstverpflichtungserklärungen der Spediteure bis zum Sammeln von Praxiserfahrungen mit Abbiegeassistenten.

Anreize für Investitionen schaffen

In seinem Vortrag erläuterte Professor Michael Brenner von der Friedrich-Schiller-Universität Jena, dass die EU durch die Harmonisierung von Typgenehmigungen einen funktionierenden Binnenmarkt mit hohem Schutzniveau ermögliche. Darunter fielen auch Abbiegeassistenzsysteme, die bereits in einem Kommissionsvorschlag für eine neue Typgenehmigungsverordnung genannt werden. Allerdings müssten noch die technischen Standards festgelegt werden. Dem deutschen Gesetzgeber seien aus Sicht des Verfassungsrechtlers diesbezüglich die Hände gebunden. Deshalb sei es umso wichtiger, dass die Bundesregierung, wie vom Bundesrat gefordert, sofort Anreize für Investitionen in Abbiegeassistenzsysteme schaffe.

Weitere Ergebnisse

Im Gespräch mit Stefan Grieger, dem Leiter des DVR-Hauptstadtbüros, lobte der Berliner Justizsenator Dr. Dirk Behrendt den wichtigen Beitrag zur Verkehrsüberwachung, den die Fahrradstaffel der Berliner Polizei in Berlin Mitte leiste, weshalb sie künftig weiter ausgebaut werden solle und sicherlich auch ein Vorbild für andere Städte darstelle. Zur Verbesserung der Regelakzeptanz der Verkehrsteilnehmenden plädierte der Senator dafür, den Überwachungsdruck zu erhöhen und bei hartnäckigen Wiederholungstäterinnen und -tätern die Sanktionshöhe anzupassen. Auch gegen illegale Straßenrennen und Alleinrasende werde in Berlin massiv vorgegangen.

Herausforderungen für autonomes Fahren

Aktuelle rechtliche Fragen zum Thema autonomes Fahren behandelte Dr. Lennart Lutz von der Autonomous Intelligent Driving GmbH. Er stellte klar, dass es bislang keinen zulassungsrechtlichen Rahmen für die Stufen 3 bis 5 des autonomen Fahrens gebe. Ethische und haftungsrechtliche Voraussetzung für die Einführung autonomer Fahrzeuge sei es, dass ihr Nutzen die Risiken überwiege.

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