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Keine Nachricht kann so wichtig sein wie das Leben

14. bundesweiter „Tag der Verkehrssicherheit“

Von Laura Breuer

Auto fahren oder Handy benutzen – im Rahmen des 14. bundesweiten „Tages der Verkehrssicherheit“ richtete DVR-Präsident Dr. Walter Eichendorf in einer Videobotschaft einen eindringlichen Appell an alle Verkehrsteilnehmenden, entweder Auto zu fahren oder auf dem Handy zu tippen. Damit griff er die erschreckend hohe Zahl an Unfällen auf, die durch Ablenkung verursacht werden: Rund zehn Prozent der Todesfälle im Straßenverkehr gehen auf Ablenkung zurück.

Auch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer dankte in einem Video-Statement den vielen Akteuren, die sich für mehr Verkehrssicherheit auf deutschen Straßen einsetzen, sei dies hauptberuflich oder durch ein Ehrenamt.

Dr. Eichendorf begleitete am Tag der Verkehrssicherheit zusätzlich den Aktionstag der Kampagne „Vorsicht Sekundenschlaf“ an der Autobahnraststätte Siegburg West. Dort machte er auf die Gefahr von Müdigkeit am Steuer aufmerksam.

Banneraktion
Auch im Jahr 2018 rief der DVR dazu auf, den Tag der Verkehrssicherheit durch eine Banneraktion zu unterstützen. Mit vom DVR kostenfrei zur Verfügung gestellten Bannern „Wir sind dabei! – Tag der Verkehrssicherheit“ konnte man sich fotografieren lassen und das Foto auf die Aktions-Webseite hochladen.

Auf dem Deutschen Seniorentag in Dortmund nutzten Franz Müntefering, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO), und DVR-Hauptgeschäftsführer Christian Kellner die Möglichkeit, sich mit dem Banner fotografieren zu lassen. Alle Informationen und Beiträge rund um diese Aktion sind unter www.tag-der-verkehrssicherheit.de/banneraktion einsehbar.

190 Veranstaltungen
Rund 190 Städte, Gemeinden, Schulen, Unternehmen, Vereine und soziale Einrichtungen haben sich in diesem Jahr an dem Aktionstag beteiligt. So gab es beispielsweise am Georg-Kerschensteiner-Berufskolleg in Troisdorf einen Aktionstag für junge Fahrerinnen und Fahrer, der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz veranstaltete einen großen Aktionstag auf dem Viehmarktplatz in Trier.

Die Deutsche Verkehrswacht (DVW) krönte den Tag der Verkehrssicherheit mit ihrer Jahreshauptversammlung, die an diesem Tag in Köln stattfand. DVR-Geschäftsführerin Ute Hammer bedankte sich bei den Mitgliedern der DVW: Mehr als ein Viertel der auf der Plattform des Aktionstages gelisteten Veranstaltungen wurde 2018 von den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verkehrswachten bestritten.

Seit 2005 zieht der Aktionstag bundesweit Tausende Interessierte auf Marktplätze, in Einkaufszentren, Fahrsicherheitszentren oder Werkstätten und bietet Prävention vor Ort. Alle Veranstaltungen haben unterschiedliche Verkehrssicherheitsthemen im Fokus und bilden damit die ideale Plattform, um die große Bandbreite der Verkehrssicherheitsarbeit darzustellen.

Der nächste Tag der Verkehrssicherheit findet am 15. Juni 2019 statt. Aktuelle Informationen, Checklisten sowie ein Downloadbereich sind unter www.tag-der-verkehrssicherheit.de zu finden. Hier besteht auch die Möglichkeit, eigene Veranstaltungen anzumelden und so eine breite Öffentlichkeit zu informieren. Ein kostenloses Faltblatt zum Tag der Verkehrssicherheit bietet Tipps zur Durchführung einer eigenen Veranstaltung und kann direkt beim DVR bestellt werden.

Ansprechpartnerin beim DVR zum Tag der Verkehrssicherheit ist Cornelia Bamberg ( CBamberg@dvr.de, 0228/40001-46).
www.tag-der-verkehrssicherheit.de

Die Autorin ist Sachgebietsleiterin Öffentlichkeitsarbeit Initiativen/Veranstaltungen beim DVR.

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DGUV:
Anstieg der Wegeunfälle
 

Im vergangenen Jahr wurden 190.095 meldepflichtige Wegeunfälle in Deutschland verzeichnet. Gegenüber 2016 ist dies ein Anstieg um 2,2 Prozent. Das teilt die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) nach vorläufigen Zahlen mit. Die Summe der bei Wegeunfällen Getöteten sank um 29 auf 282 Menschen. Meldepflichtig ist ein Wegeunfall dann, wenn er eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Tagen zur Folge hat.

Die Zahl der meldepflichtigen Schulwegunfälle im Jahr 2017 verringerte sich um 5,5 Prozent auf 105.319. 50 Schul- und Schulwegunfälle endeten tödlich, das waren neun mehr als 2016.

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Emotionen im Straßenverkehr

Start der UK/BG/DVR-Schwerpunktaktion 2018

Mit der diesjährigen Schwerpunktaktion möchten Berufsgenossenschaften, Unfallkassen und der DVR für ein stärkeres Risikobewusstsein bei intensiven Emotionen im Straßenverkehr wie Angst, Ärger, Wut und Aggression werben.

Drei Broschüren sowie die Internetseite www.risiko-check-emotionen.de richten sich an Menschen, die mit Pkw und Motorrädern, Transportern und Lkw, mit Fahrrädern oder zu Fuß unterwegs sind. Sie finden dort praxisbezogene Tipps, die sie beim rechtzeitigen Erkennen gefährlicher Situationen und dem Treffen gelassener, verantwortungsvoller Entscheidungen unterstützen sollen. Leserinnen und Leser der „Emotionen“-Printmedien haben bei einem Gewinnspiel die Chance auf einen zweiwöchigen Wellness-Aktiv-Urlaub für zwei Personen in einem Vier-Sterne-Hotel auf Sylt, ein hochwertiges Pedelec und auf weitere Preise.

Personen, die Seminare oder Unterweisungen in Betrieben durchführen, Unterricht in der Sekundarstufe II oder in der Fahrschule erteilen, können auf eine weitere Broschüre mit Seminarprogrammen zurückgreifen. Die dazu passenden Seminarmedien – Präsentationen, Videos und Arbeitsblätter – sind sowohl auf einer DVD in der Broschüre als auch auf der Aktionsseite hinterlegt.

Ebenfalls online unterstreicht ein sehr emotionales Kampagnenvideo die Aktion. In 90 Sekunden bringt es auf den Punkt, wie fatal sich Emotionen im Straßenverkehr auswirken können, wenn sie sehr intensiv sind und man nicht in der Lage ist, angemessen damit umzugehen.

Begleitet wird die Schwerpunktaktion von einem interaktiven Online-Gewinnspiel. Die Schauspielerinnen Susanne Bormann und Judith Döker sowie die Schauspieler Stephan Grossmann und Sebastian Schwarz, bekannt aus vielen Fernsehproduktionen, diskutieren vier emotional aufgeladene Situationen im Straßenverkehr. Kurze Filmsequenzen begleiten die Diskussion. Spielerinnen und Spieler können sich entscheiden, wie sie selbst in diesen Situationen reagiert hätten: verängstigt, verärgert, aggressiv oder gelassen. Als Preise winken in diesem Gewinnspiel unter anderem hochwertige Geräte der Unterhaltungselektronik.

Beide Gewinnspiele laufen noch bis zum 28. Februar 2019. Weitere Informationen und die beschriebenen Präventionsmaterialien finden sich unter: www.risiko-check-emotionen.de

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Fahr mit Herz!

ACE untersucht Abbiegeverhalten

Mit einer bundesweiten Kampagne will der ACE Auto Club Europa für mehr Sicherheit an innerstädtischen Kreuzungen sorgen. Das Motto lautet: Fahr mit Herz!

Ziel ist es, Autofahrerinnen und Autofahrer, die an Kreuzungen den Schulterblick auslassen oder nicht blinken, zum Nach- und vor allem zum Umdenken zu bewegen. Auch bei Rad- und Pedelecfahrenden will der ACE für regelkonformes wie rücksichtsvolles Verhalten werben. Dafür beobachten ehrenamtliche ACE-Mitglieder in ganz Deutschland an unfallträchtigen Straßenkreuzungen die Abbiegesituationen.

Anlass für die Aktion sind die immer wieder besorgniserregenden Unfallzahlen aus den Polizeiberichten. 79.728 Fahrrad- oder Pedelecfahrende verunglückten allein im Jahr 2017. Die meisten der Unfälle ereigneten sich dabei im Kreuzungsbereich und in mehr als 60 Prozent der Fälle waren Pkw-Fahrende am Unfall beteiligt.

Aus Sicht des ACE kommt es auf gegenseitigen Respekt an. Autofahrende sollten sich immer wieder bewusst machen, dass Fahrrad- und Pedelecfahrende keinen Airbag haben. Außerdem komme es darauf an, Abstand zu halten, nicht auf Radwegen zu halten oder zu parken und beim Abbiegen an den Schulterblick zu denken. Gleichzeitig bedeute achtsames Miteinander für Radfahrende, die richtige Straßenseite zu benutzen und beim Abbiegen Handzeichen zu geben. Und für alle Verkehrsteilnehmenden gelte: Ablenkung vermeiden.

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UDV: Gurtverweigerung
kostet 200 Menschenleben pro Jahr
 

Das Klicken des Sicherheitsgurtes vor dem Starten des Motors sollte eigentlich so sicher sein wie das Amen in der Kirche. Doch weit gefehlt, wie eine aktuelle Auswertung der Unfallforschung der Versicherer (UDV) zeigt: Wären alle Pkw-Insassen zu jeder Zeit richtig angeschnallt, hätte Deutschland pro Jahr 200 Verkehrstote und etwa 1.500 Schwerverletzte weniger.

Der UDV zufolge waren 28 Prozent aller im Straßenverkehr tödlich verunglückten Menschen gar nicht oder falsch angeschnallt. Nicht angeschnallte Fahrende starben am häufigsten oder wurden schwerverletzt (43 Prozent), gefolgt von Insassen auf Rücksitzen (36 Prozent) oder dem Beifahrersitz (21 Prozent). Mehr als zwei Drittel der Opfer waren männlich, das Durchschnittsalter lag bei 32 Jahren.

Da die Sicherheitswirkung des Gurtes allgemein bekannt ist, wollte die UDV wissen, was Pkw-Fahrer dennoch veranlasst, nicht angeschnallt zu fahren. In einer bundesweiten Online-Befragung im Frühjahr 2018 zeigte sich, dass insbesondere notorische Gurtverweigerer glauben, bei innerstädtischen Geschwindigkeiten ausreichend geschützt zu sein.

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