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Europa

 

Mehr Sicherheit auf Europas Straßen

Aktivitäten des Polizei-Netzwerks TISPOL

Von Jacqueline Lacroix

Die Organisation TISPOL – European Traffic Police Network – ist von Polizeikräften aus europäischen Ländern mit dem Ziel gegründet worden, die Sicherheit und Verkehrsüberwachung auf den Straßen zu verbessern. TISPOL agiert als eine Plattform zum Austausch von Erfahrungen und guten Verfahrensweisen und verfolgt mit seinem Strategieplan vier wesentliche Ziele:

  • SAFE – in partnerschaftlicher Zusammenarbeit sichere Straßen für alle Verkehrsteilnehmer zu ermöglichen
  • SECURE – die Kriminalität auf europäischen Straßen zu erkennen und zu vermeiden

TISPOL setzt neben der Überwachungstätigkeit auf Aufklärung und führte in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal die Sensibilisierungskampagne EDWARD durch: Im Rahmen von EDWARD, dem Europäischen Tag ohne einen Verkehrstoten (European Day Without a Road Death), konnte in allen europäischen Staaten ein Bekenntnis zur Verkehrssicherheit abgelegt werden. Am 21. September beteiligten sich 25 Millionen Menschen aus 31 Ländern Europas, wobei sie versprachen, Familie, Freunde und Kollegen zu bitten, besonders vorsichtig am Straßenverkehr teilzunehmen. EDWARD wurde über Twitter kommuniziert und viral im Netz verbreitet. Mit einem Klick konnte man sich zur sicheren Verhaltensweise im Straßenverkehr bekennen. Dazu zählten zum Beispiel die Gurtnutzung aller Fahrzeuginsassen, die Rücksicht gegenüber schwächeren Verkehrsteilnehmergruppen, das Fahren mit angepasster Geschwindigkeit, nicht zu Drängeln, kein Handy zu benutzen, die Reifen zu kontrollieren und nüchtern zu fahren.

Keine Getöteten im Straßenverkehr: Dies ist in 15 Ländern an diesem Tag auch tatsächlich erreicht worden, in Deutschland kamen leider drei Menschen im Straßenverkehr ums Leben. Insgesamt verzeichnete der 21. September 43 Verkehrstote auf europäischen Straßen.

Als weitere Plattform zum Austausch dient die einmal jährlich stattfindende TISPOL-Konferenz, dieses Jahr Anfang Oktober in Manchester. Innovative Maßnahmen wie die Nutzung von Drohnen in Finnland oder die Zusammenarbeit des norwegischen Gesundheitswesens und der Polizei bei der Drogenkontrolle im Straßenverkehr wurden vorgestellt, aber auch spezielle Überwachungs- und Aufklärungsmaßnahmen. Auch in Deutschland trägt die Polizei zur Verbesserung der Verkehrssicherheit bei, dies wurde in einem Vortrag des DVR erläutert, wobei der Beschluss des DVR-Vorstandes zur Verkehrsüberwachung und die Vielfältigkeit der Verkehrssicherheitsprogramme der Länder und des Bundes auf großes Interesse stießen.

Die Autorin ist Leiterin der Referate Europa und Verkehrsmedizin beim DVR.
jlacroix@dvr.de

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