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BMVI-Dossier „Sicherheit im Straßenverkehr“
 

Ein Dossier des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) bietet umfassendes Lehr- und Lernmaterial zu Kernthemen der Verkehrssicherheitserziehung. Auf der Plattform www.lehrer-online.de stehen Lernmodule zu den Kernthemen Ablenkung sowie Alkohol und Drogen im Straßenverkehr zum kostenlosen Download bereit. Für das Jahr 2017 sind weitere Themen geplant.

Videoclips mit dem bekannten Fernsehmoderator Ralph Caspers führen unterhaltsam und lehrreich in das jeweilige Thema ein. Die Lernmodule sind so konzipiert, dass sie in verschiedenen Schulformen, aber auch im Rahmen von anderen Veranstaltungen und Aktionen zur Verkehrssicherheit angewendet werden können. Alle Unterrichtsmaterialien können je nach Zeitrahmen und Leistungsniveau der Schülerinnen und Schüler individuell angepasst werden.

Dossier „Sicherheit im Straßenverkehr“:
www.lehrer-online.de/fokusthemen/dossier/do/sicherheit-im-strassenverkehr/

YouTube-Kanal des BMVI:
www.youtube.com/playlist?list=PLXkT5dw2srUi_TkueOIQeYBE75DFStCd3

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Start der „Aktion MAX“ im Frankfurter Römer


Die Präventionskampagne „MAXimal mobil bleiben – mit Verantwortung!“ möchte Menschen ab 65 Jahren zur größtmöglichen Verkehrssicherheit bei gleichzeitiger maximaler Mobilität verhelfen. Die Auftaktveranstaltung fand am 17. Februar 2017 im Frankfurter Römer statt.

Peter Feldmann, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt, unterstrich in seiner Rede die Bedeutung von Respekt, Anerkennung und Verantwortung für eine gleichberechtigte Teilhabe älterer Menschen. Polizeipräsident Gerhard Bereswill machte deutlich, dass die Einbindung sowie die Unterstützung der Generation 65+ eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei. Auf der Veranstaltung standen vor allem die Netzwerkarbeit sowie der Transfer unter den Aktionspartnern im Vordergrund. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, um wichtige Kontakte zu knüpfen und neue Ideen zu entwickeln.

An einem der Info-Stände ließ der Polizeipräsident seinen Blutzuckerspiegel messen, um zu unterstreichen, dass freiwillige und regelmäßige Gesundheitsüberprüfungen nicht wehtun. Hierin liegt gleichzeitig ein wesentlicher Baustein der „Aktion MAX“, die alle Verkehrsteilnehmende – egal ob zu Fuß, mit dem Fahrrad, Bus und Bahn oder dem Pkw – dazu animieren soll, sich regelmäßig untersuchen zu lassen.

Darüber hinaus bietet die Frankfurter Polizei zusammen mit ihren Partnern ein breites Portfolio an kostenlosen Schulungen, Workshops und Aktionen sowie die Möglichkeit, einen Alterssimulationsanzug auszuprobieren.

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Unfallkommissionen stärken

ADAC-Expertenreihe 2017: Verkehrssicherheit in Städten und Gemeinden

Erfolgreiche kommunale Verkehrssicherheitsarbeit umfasst Verkehrserziehung und -überwachung ebenso wie eine bedarfsgerechte Infrastrukturplanung und die Organisation des Verkehrsablaufs. Dabei hat die Infrastruktur einen besonders großen Einfluss darauf, ob Menschen sich im Straßenverkehr richtig und angemessen verhalten. Dies gilt gleichermaßen für motorisierte und nicht motorisierte Verkehrsteilnehmende. Innerhalb der Expertenreihe 2017 lud der ADAC nach Dortmund ein, um mit rund 200 Fachleuten über Möglichkeiten zu diskutieren, wie die innerörtliche Verkehrsinfrastruktur sicherer gestaltet werden kann und welche aktuellen Herausforderungen beim Faktor Mensch berücksichtigt werden müssen.

Dr. Detlev Lipphard, Referatsleiter für Straßenverkehrstechnik beim DVR, stellte die Unfallkommissionen als Kernbestandteil des Gesamtkonzeptes „Sichere Straßen“ vor. Die rund 500 Fachgremien in Deutschland ermitteln Besonderheiten, die in der Summe dazu führen, dass es immer wieder an den gleichen Stellen zu Unfällen kommt. Sie bestehen aus Vertreterinnen und Vertretern von Polizei, Straßenverkehrs- und Straßenbaubehörden oder Gemeinde- und Stadträten. Jede Unfallkommission berät nicht nur, sondern ist auch dazu verpflichtet, beschlossene Maßnahmen umzusetzen. Eine wesentliche Grundlage für die Arbeit der Unfallkommissionen stelle das Regelwerk „Merkblatt zur Örtlichen Unfalluntersuchung in Unfallkommissionen“ (M Uko) dar. Dies, so Dr. Lipphard, sei jedoch erst in jedem zweiten Bundesland per Erlass vorgeschrieben. Eine zentrale Steuerung durch die Länder sei hier wünschenswert.

Als praxisorientiertes Instrument führte Dr. Lipphard den Maßnahmenkatalog gegen Unfallhäufungen (MakaU) an. Der Katalog basiert auf aktuellen wissenschaftlichen und praktischen Erkenntnissen und erlaubt eine fokussierte Bekämpfung von Unfallhäufungen. Er ist kostenlos online unter makau.bast.de verfügbar. „Große Unfallhäufungsstellen“, schränkte Dr. Lipphard ein, „lassen sich zwar nicht immer komplett beseitigen, doch können schwere Unfälle durch wirksame Maßnahmen vermieden und Brennpunkte wesentlich entschärft werden.“ Als Problemfelder machte Dr. Lipphard eine oft schwache finanzielle Unterstützung der Unfallkommissionen beim Umsetzen der Maßnahmen und zudem eine hohe Fluktuation der Mitglieder sowie mangelnde Fortbildungen aus.

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Schreiben für Verkehrssicherheit – Jugend übernimmt Verantwortung

Preisverleihung im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Von Hendrik Pistor

Vier Schulklassen aus Bayern, Thüringen und Baden-Württemberg wurden am 15. Februar 2017 im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) ausgezeichnet. Die Schüler hatten im Rahmen des Projekts „Vorfahrt für sicheres Fahren – Jugend übernimmt Verantwortung“ zu Themen der Verkehrssicherheit recherchiert und Texte geschrieben. In Kooperation mit verschiedenen Regionalzeitungen entstanden daraus ganzseitige Zeitungsseiten, die im Sommer 2016 veröffentlicht wurden. Rund 700 Schülerinnen und Schüler an 24 Schulen hatten an dem Wettbewerb teilgenommen, die drei besten Seiten können sich über je 500 Euro für die Klassenkasse freuen, eine weitere Seite wurde mit einem Sonderpreis und 250 Euro geehrt.

Verantwortung, Sicherheit und Erste Hilfe hatte sich die Gewinnerklasse der Staatlichen Berufsbildenden Schule Wirtschaft und Verwaltung aus Gera als Thema gewählt. Auf ihrer Seite geben sie nicht nur wertvolle Tipps zur Ersten Hilfe, sondern widmen sich auch der Perspektive der professionellen Rettungskräfte auf den Straßenverkehr.

„Hilfe, plötzlich dreht sich alles“ erkannten die Schülerinnen und Schüler des E.T.A.-Hoffmann-Gymnasiums aus Bamberg. Sie stellten nicht nur klar die Gefahren und Unfallrisiken von Alkohol im Straßenverkehr dar, sondern berichteten auch anschaulich von den konkreten Beeinträchtigungen, die sie im Selbstversuch – unalkoholisch mit einer Rauschbrille – erleben konnten.

„Mit steigender Geschwindigkeit erhöht sich die Gefahr“ haben die Schülerinnen und Schüler des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums in Lengenfeld am Stein ihre Gewinnerseite überschrieben. Als Beispiel dafür beschäftigte sich die Klasse mit Wildunfällen, bei denen geringe Geschwindigkeit nicht nur Zeit zum richtigen Reagieren lasse, sondern auch zu geringeren Schäden und Verletzungen führe, falls es doch zum Unfall kommt.

Ein besonders komplexes und zukunftsträchtiges Thema hat sich das Bodensee-Gymnasium in Lindau gewählt und dafür einen Sonderpreis erhalten: Fahrerassistenzsysteme. Diese seien nicht nur ein „Weckruf für Schlafmützen“, wie die Schülerinnen und Schüler schreiben, sondern ein wichtiges Hilfsmittel, um Unfälle zu vermeiden. Dabei erklären die Texte nicht nur wichtige technische Hintergründe. Sie betonen auch, dass die Fahrenden dennoch immer die Kontrolle behalten und damit auch die Verantwortung.

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur Norbert Barthle lobte in seiner Ansprache die individuelle Auseinandersetzung der jungen Autoren und Autorinnen mit sicherem Fahren und die kreativen Ideen der Teilnehmenden. Er wies dabei besonders auf die Chancen der Digitalisierung zur Verhütung von Unfällen hin, aber auch auf den Faktor Mensch. Es komme entscheidend auf Verhalten, Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft des Einzelnen an.

DVR-Hauptgeschäftsführer Christian Kellner machte auf das hohe Unfallrisiko von jungen Menschen im Straßenverkehr aufmerksam, dass bei Fahranfängerinnen und -anfängern rund doppelt so hoch sei wie beim Rest der Bevölkerung. Er würdigte darum besonders, dass die Teilnehmenden durch ihre Arbeit gezeigt hätten, dass sie selbst viel zur Verbesserung der Verkehrssicherheit beitragen wollen und sich und andere zu einer sicheren Teilnahme am Straßenverkehr motivieren.

Die journalistische Leistung der Schüler würdigte Dr. Gernot Sittner, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft „Kavalier der Straße“. Der Mitinitiator des Projekts lobte, wie sich die Gewinnerklassen selbst in der Praxis kundig gemacht und ihre Erfahrungen eingebracht haben.

Der Wettbewerb „Vorfahrt für sicheres Fahren – Jugend übernimmt Verantwortung“ widmet sich seit 2007 der Verkehrssicherheitsarbeit an Schulen und Berufsschulen. Für den Projektzeitraum erhalten die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler kostenlos ihre Lokalzeitung und beschäftigen sich sowohl mit journalistischen Prinzipien als auch mit Fragen der Verkehrssicherheit in ihrem Umfeld. Für die eigenen Themenseiten recherchieren sie zu selbstgewählten Themen und setzen sich kreativ und journalistisch mit ihnen auseinander. Ihre Ergebnisse werden aufbereitet und als Schwerpunktseiten in den beteiligten regionalen Tageszeitungen veröffentlicht.

„Vorfahrt für sicheres Fahren“ ist eine gemeinsame Aktion des DVR, der Unfallkassen und gewerblichen Berufsgenossenschaften, der Initiative „Kavalier der Straße – Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tageszeitungen“ und des Aachener IZOP-Instituts.

Der Autor ist Referatsleiter Junge Kraftfahrer beim DVR.
hpistor@dvr.de

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TÜV SÜD: Medizinischer Cannabis kann Fahrtauglichkeit beeinträchtigen
 

Medizinischer Cannabis (THC) kann bei chronischen Krankheiten helfen, die Beschwerden zu lindern. Für Patienteninnen und Patienten ist nach einem Konsum die Teilnahme am Straßenverkehr allerdings bedenklich, da THC die Fahrtauglichkeit erheblich beeinträchtigen kann. TÜV SÜD erläutert mögliche medizinische Auswirkungen und appelliert an die Eigenverantwortlichkeit der Konsumenten.

Grundsätzlich sei davon auszugehen, dass ärztlich verordnete Mengen nicht über die gewünschte Wirkung, zum Beispiel die Schmerzlinderung, hinausgingen. Dennoch könnten Nebenwirkungen wie Müdigkeit oder Konzentrationsschwächen auftreten. Mehr Vorsicht sei geboten, wenn Konsum und Dosierung in Eigenverantwortung erfolgen und das Medikament über die Atmung eingenommen werde. Dabei ist die Wirkstoffaufnahme von der Inhalationstiefe abhängig und somit schwieriger zu kontrollieren.

Aufgrund der individuellen Reaktion auf THC kann schwierig pauschal beurteilt werden, ab wann eine verkehrssicherheitsrelevante Beeinträchtigung besteht. TÜV SÜD rät, im Zweifel das Auto stehen zu lassen.

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