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Mono- und Kombinationspräparate

Monopräparate bestehen aus einem einzigen Wirkstoff. Arzneimittel, die zwei und mehr Wirkstoffe beinhalten, werden als Kombinationspräparate bezeichnet. Die Kombination von verschiedenen Arzneistoffen ist in vielen Fällen sinnvoll. So werden bestimmte erwünschte therapeutische Wirkungen im Körper überhaupt erst erreicht oder erfolgen schneller und / oder einfacher. Durch die Kombination mehrere Stoffe können unter Umständen Nebenwirkungen vermieden oder verringert werden. Ferner kann die Kombination von Stoffen in einem einzigen Medikament die Einnahme vereinfachen oder präzisieren.

Aber Vorsicht!

Viele Schmerzmittel, die in der Apotheke frei verkäuflich zu erwerben sind, sind Kombinationspräparate (z. B. Thomapyrin®, Neuralgin®). Allerdings wird hier die Kombination von mehreren Wirkstoffen von Experten als wenig sinnvoll eingeschätzt. Die Auswirkungen und auch die Nebenwirkungen der einzelnen Wirkstoffe in Kombination sind nicht abschätzbar. Die einzelnen Stoffe können dabei unterschiedlich lang wirken. Denkbar sind auch Wechselwirkungen.

Besonders kritisch wird von Experten bei den freiverkäuflichen Schmerzmitteln die zusätzliche Beimischung von Koffein gesehen. Die Beimengung von Koffein fördert den Missbrauch des Schmerzmittels, da die Einnahme der Tablette nicht nur Schmerzen lindert sondern auch anregend bzw. aufputschend wirkt. Dies kann dazu führen, dass der Betroffene schneller und häufiger zur nächsten Schmerztablette greift. Je häufiger der Betroffene zur Tablette greift, desto schwieriger kann es werden, die Einnahme zu beenden. Dies gilt besonders dann, wenn sich ein medikamenteninduzierter Kopfschmerz entwickelt. Dies ist ein Kopfschmerz, der durch die Dauereinnahme von Schmerzmitteln (auch bei Monopräparaten) entsteht. Der Betroffene wird auch diesen Kopfschmerz mit dem jeweiligen Schmerzmittel zu bekämpfen versuchen. Es ist ein Teufelskreis entstanden. Hier ist eine genaue Diagnostik durch einen Arzt gefragt.

 

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