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Sichere Beförderung von Rollstuhlfahrern in Kraftfahrzeugen

Beschluss des DVR-Gesamtvorstands vom 27.10.2009 auf der Basis der Empfehlung des Ausschusses für Fahrzeugtechnik und des Ausschusses für Verkehrsmedizin, Erste Hilfe und Rettungswesen

Deutscher Verkehrssicherheitsrat – 2009


Erläuterung

Mobilität ist heutzutage eine Selbstverständlichkeit. Jedoch nicht für Menschen mit Behinderungen. Viele von ihnen sind auf Fahrdienste angewiesen. Dies geschieht zigtausendfach jeden Tag in Deutschland. Menschen mit Behinderungen müssen dabei häufig sitzend im Rollstuhl zum Arzt, zur Arbeit oder zur Schule befördert werden.

Bei der Beförderung in sog. Behindertentransportkraftwagen (BTW) lässt sich eine nach dem allgemein anerkannten Stand der Technik erreichbare Sicherheit für Rollstuhl- und Fahrzeuginsassen durch die Verwendung normgerechter Rückhaltesysteme (DIN 75078-2) gewährleisten. Eine Vorschrift zur Umsetzung dieser Norm gibt es zurzeit jedoch nicht.

In der Praxis werden Rollstühle und Insassen bei der Beförderung häufig unzureichend gesichert. Dadurch werden Rollstuhlinsassen und auch andere Fahrgäste erheblich gefährdet. Bei Unfällen kann es zum Lösen des Rollstuhls oder zu schweren Verformungen bis zur kompletten Zerstörung des Rollstuhls kommen. Schwerste und tödliche Verletzungen der Rollstuhlnutzer und anderer Fahrgäste sind die mögliche Folge.

Fahrzeugseitig sind Rückhaltesysteme bereits weit verbreitet. Dagegen sind wenige Rollstühle zur Aufnahme der Rückhaltesysteme nach DIN ausgerüstet. Hauptursachen für diesen Missstand sind vielfach Unklarheiten im Hinblick auf die technischen Anforderungen an Fahrzeuge und Rollstühle und Konflikte im Zusammenhang mit der Kostenübernahme für die normgerechte Ausstattung bzw. des Umrüstens der Rollstühle.


Beschluss


gez.
Dr. Walter Eichendorf
Präsident