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DVR-/DVW-Arbeitsprogramm 2019

Präambel

DVR-/DVW-Arbeitsprogramm 2019

Im Jahr 2017 ist die Zahl der Getöteten im Straßenverkehr gesunken. 0,9 Prozent weniger Menschen sind zu Tode gekommen. Auch die Zahl der Verletzten ist gesunken, und zwar um 2,1 Prozent. Nach wie vor passieren jeden Tag schwere Unfälle auf unseren Straßen mit schwersten Folgen für Opfer und Angehörige. 3177 Getötete und 388200 Verletzte (vorläufig) sind nicht zu akzeptieren.

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) und die Deutsche Verkehrswacht (DVW) haben zur Maßgabe ihres Handelns die Sicherheitsstrategie Vision Zero gemacht. Niemand soll durch einen Verkehrsunfall getötet oder schwer verletzt werden. Nach wie vor fokussiert sich der DVR auf die Maßnahmen, die den größten Nutzen versprechen.

Der DVR hatte 2012 14 Top-Maßnahmen im Rahmen der Verkehrssicherheit festgelegt. Durch die intensive Arbeit der DVR-Vorstandsausschüsse und die darauf basierenden Beschlüsse des DVR-Vorstandes bestehen nun zehn Top-Forderungen des DVR gegenüber Politik und Industrie.

Es gilt nun, die zehn Top-Forderungen verstärkt in Politik und Öffentlichkeit zu vertreten, damit sie umgesetzt werden. Diese Arbeit wird 2019 fortgeführt. Bei der Erstellung des Jahresarbeitsprogrammes des DVR war es außerdem notwendig, einen guten Weg zu finden zwischen einer breiten Maßnahmenpalette - zu vielfältig sind die Gefährdungen und die Ansatzpunkte - und einem gefährdungsorientierten Ansatz, also der Konzentration auf die Felder, die am meisten Effizienz versprechen.

Um Synergie-Effekte zu erzielen, sollen möglichst viele Mitglieder und weitere Kooperationspartner in die Verkehrssicherheitsarbeit eingebunden sein. Von zentraler Bedeutung ist auch eine Vernetzung der Verkehrssicherheitsarbeit mit den Aktivitäten der Bundesländer. Hier erfolgen das ganze Jahr über Meinungsaustausch und Abstimmungen über Einzelgespräche, Gremienarbeit und über den Runden Tisch der Länder im DVR. Eine besondere Bedeutung bei der Zusammenarbeit mit den Ländern hat die gemeinsame Kampagne von DVR und BMVI "Runter vom Gas".

Die Deutsche Verkehrswacht arbeitet mit ihren 600 Verkehrswachten, in denen sich rund 60.000 Menschen ehrenamtlich betätigen, in der Fläche. Mit über 8.000 Verkehrssicherheitstagen und moderierten Veranstaltungen in 2017 sorgte sie dafür, dass das Thema „Verkehrssicherheit“ nicht nur theoretisch an die Menschen kommt, sondern praxisnah. Mit dieser Bürgernähe und der „Verkehrssicherheit zum Anfassen“, aber auch mit wissenschaftlichen Veranstaltungen und Diskussionen leistet sie ihren Beitrag zur Vision Zero. Junge Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer erreicht sie darüber hinaus sehr erfolgreich über die sozialen Medien, ebenfalls wird dort auch mit erfreulichen Ergebnissen die Presse bedient.

Das vorliegende Arbeitsprogramm 2019 benennt die kostenwirksamen Programme, Medien und Projekte, die der DVR im kommenden Jahr seinen Mitgliedern zur Umsetzung anbietet, die er selbst durchführen, initiieren und anregen möchte. Die genannten Maßnahmen sollen finanziert werden mit Mitteln der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, weiterer Kooperations-partner aus dem Kreis der DVR-Mitglieder und darüber hinaus gehender Partner.

Ebenso beschreibt die DVW ihre Programme und Projekte, die sie ihren Untergliederungen anbietet und die durch diese, z. T. in Kooperation mit Partnern, realisiert werden. Auch gemeinsame Projekte von DVR und DVW sind Gegenstand des Arbeitsprogramms.

Es gilt der Finanzierungsvorbehalt. Entsprechende Gespräche finden parallel zum inhaltlichen Abstimmungsprozess statt. Die Maßnahmen sind oder werden evaluiert. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich in diesem Arbeitsprogramm ausschließlich um kostenwirksame Projekte und Maßnahmen handelt und das Arbeitsprogramm daher nicht die gesamte Facharbeit von DVR und DVW abbildet!

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Download:

pdf DVR-/DVW-Arbeitsprogramm 2019 (7,5 MB)