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Wirkung von Alkohol im Körper

Anders als andere Drogen ist Alkohol gesellschaftlich als Genussmittel akzeptiert. Die soziale Toleranz von Alkoholkonsum sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Ethanol ein starkes Zell- und Nervengift ist. Nach dem Konsum konzentriert sich der Alkohol in der stark durchbluteten Gehirnrinde und führt zu Beeinträchtigungen des Kleinhirns. Alkohol lähmt die Nervenzellen und behindert damit die Übermittlung von Informationen. Im Gehirn liegen das Seh- und das Gefühls- sowie das Assoziationszentrum, welches Denken, Gedächtnis, Wille, Bewusstsein und Sprache steuert. Besonders folgenreich können Beeinträchtigungen am Steuer eines Autos, Motorrades oder auf dem Fahrrad sein. Auch Fußgänger benötigen all ihre Sinne ohne Einschränkung, um sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen.

Wie betäubend Alkohol wirkt, hängt von der konsumierten Menge ab. Entscheidend ist, wie viel reiner Alkohol getrunken wurde. Dies unterscheidet sich je nach alkoholischem Getränk und kann anhand der Volumenprozente errechnet werden. „Vol.-%“ ist der Anteil eines Stoffes, der in 100 cm3 einer Lösung enthalten ist. Die Volumenprozente sind per Gesetz auszuweisen. Während Bier in der Regel 5 Vol.-% enthält (Ausnahme: Starkbier mit 6 bis 8 Vol.-%), sind Wein mit 12 Vol.-%, Sekt mit 11 Vol.-% und Schnäpse mit 35 bis 40 Vol.% deutlich hochprozentiger.

Berechnen lässt sich die Menge an reinem Alkohol in Getränken wie folgt:

Formel zur Berechnung der Alkoholmenge in einem Getränk

*Die Zahl 0,8 kommt durch das spezifische Gewicht von Alkohol von etwa 0,8 g/cm3 zustande.

Eine Beispielrechnung für 0,5 Liter Bier mit 5 Vol.-%:

Beispielrechnung reiner Alkohol in 0,5 l Bier

Erst ein Alkoholgehalt von mehr als 0,5 Vol.-% ist nach dem Lebensmittelgesetz kennzeichnungspflichtig. Das bedeutet umgekehrt, dass auch alkoholfreie Getränke geringe Mengen Alkohol enthalten dürfen. Bei sogenanntem „alkoholfreien“ Bier und bei Malzbier können das bis zu 5 Gramm pro Liter sein.

 

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