Home > Presse / Aktuelles > Presseinformationen > Unfallfrei durch die närrische Zeit

Unfallfrei durch die närrische Zeit

Wer sich alkoholisiert noch ans Steuer setzt, macht sich selbst zum Narren. (Foto > DVR)
Wer sich alkoholisiert noch ans Steuer setzt, macht sich selbst zum Narren. (Foto > DVR)
Großbild anzeigen

Bonn, 2. Februar 2010 (DVR) – Wenn König Karneval regiert, gehört für viele „Jecken“ in der fünften Jahreszeit das eine oder andere Bier einfach dazu. Doch wer sich alkoholisiert noch ans Steuer setzt, macht sich selbst zum Narren. Rund um den Rosenmontag häufen sich nach Polizeiangaben die Verkehrsunfälle, die auf Alkoholeinfluss zurückzuführen sind. Bereits ab einem Blutalkoholspiegel von 0,2 Promille ist mit einer Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit zu rechnen.

Die Strafen für Alkohol am Steuer gelten das ganze Jahr über: Wer mit 0,5 Promille Blutalkohol erwischt wird, muss mit einem Bußgeld ab 500 Euro sowie vier Punkten im Flensburger Verkehrszentralregister (VZR) rechnen. Für Fahranfänger, die sich noch in der Probezeit befinden, sowie für alle jungen Fahrer vor Vollendung des 21. Lebensjahres gilt ein generelles Alkoholverbot am Lenkrad. Sie riskieren bei einem Verstoß ein Bußgeld von 250 Euro aufwärts und eine Verlängerung ihrer Probezeit.

Die Grenze der absoluten Fahruntüchtigkeit liegt bei 1,1 Promille. Das Führen eines Kraftfahrzeugs in diesem Zustand stellt eine Straftat dar und wird mit empfindlich hoher Geld- oder mehrjähriger Freiheitsstrafe geahndet. Ähnliches müssen auch Radfahrer beachten: Sind 1,6 Promille erreicht, gilt ein Radfahrer als absolut fahruntüchtig. Neben einem Bußgeld wird eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) zur Fahreignung auferlegt und die Fahrerlaubnis kann entzogen werden.Öffentliche Verkehrsmittel sind daher eine gute Wahl und noch dazu eine preisgünstige und gesellige Alternative. Wer dagegen den herannahenden Kater spürt und Ruhe bevorzugt, für den ist das Taxi ideal.

Dröhnt am nächsten Morgen noch immer der Kopf, sollte der Restalkohol nicht unterschätzt werden. Pro Stunde werden durchschnittlich nur 0,15 Promille Alkohol im Blut abgebaut. So genannte „Wundermittel“ wie Kaffee oder Tabletten, die angeblich den Alkoholabbau im Körper beschleunigen sollen, bieten keine Lösung. Deshalb heißt es auch hier: Hände weg vom Steuer!

Übrigens verstärkt die Polizei zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch die Kontrollen: Mehrere hunderttausend Verkehrsteilnehmer werden in dieser Zeit überprüft.



Downloads


jpg Pressefoto (RGB-Format 293 kB)

jpg Pressefoto (CMYK-Format, 652 kB)


Drucken

TIPPS

Verkehrssicherheitsprogramme für Radfahrer
verkehrssicherheitsprogramme.de
 
© Deutscher Verkehrsicherheitsrat e. V. 2010