„Innerorts – Gemeinsam sicher leben!“

Erfolgreiche DVR-Schwerpunktaktion wird fortgesetzt

Innerorts. (Quelle: DVR)
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Innerorts. (Quelle: DVR)

In kaum einem anderen Bereich im Straßenverkehr ist gegenseitige Rücksichtnahme so wichtig wie innerhalb von Ortschaften. Denn hier bewegen sich die unterschiedlichsten Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger, Rad-, Motorrad-, Pkw- oder Lkw-Fahrer auf engstem Raum. Die gewerblichen Berufsgenossenschaften, die Unfallkassen und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) haben in diesem Jahr gemeinsam die Schwerpunktaktion „Innerorts – Gemeinsam sicher leben“ gestartet. Im Rahmen der Kampagne gibt es Infos und Tipps rund um die Sicherheit im Stadtverkehr – Zielgruppe sind Unternehmen und Bildungseinrichtungen.

Verkehrssicherheit innerorts – immer ein Thema
Die Aktion beschäftigt sich insbesondere mit den Themen Kindersicherheit, Radfahrer, Öffentliche Verkehrsmittel und Lieferverkehr. „Die Unfallzahlen, die unterschiedlichen Verkehrsteilnehmergruppen und die komplexen Themengebiete sprechen dafür, sich weitergehend intensiv mit dem Thema innerörtlicher Straßenverkehr auseinanderzusetzen“, sagt Marion Pieper-Nagel vom DVR. Info-Faltblätter, Videoclips, Plakate, Anzeigenvorlagen sowie eine CD-Rom sind Bestandteile der Aktion. Ergänzt wird die diesjährige Kampagne durch neue Flyer zu den Themen „Kinder“, „Anschnallen“, „Grünpfeil“ und „Kreisverkehr“. Außerdem stehen ausführliche Schulungsmaterialien für die betriebliche Fortbildung bereit.

Eine Problematik, die „Innerorts – Gemeinsam sicher leben!“ unter anderem aufgreift, ist der „tote Winkel“. Marion Pieper-Nagel: „Im toten Winkel eines Lkw oder Busses werden Fußgänger, Radfahrer und Inline-Skater schnell übersehen. Sie müssen daher besonders vorsichtig sein, wenn ein Fahrzeug, das neben ihnen steht, rechts abbiegen will. Bei vier von sechs Unfällen werden Kinder von rechts abbiegenden Lkw überfahren.“ Der Fahrer muss sich dieses Gefahrenpotenzial bewusst machen. Radfahrer sollten defensiv fahren und keinesfalls versuchen, den Lkw oder Bus zu überholen.
Auch Spielstraßen gehören zu den Zonen, in denen Autofahrer besonders aufmerksam sein müssen. In einer Spielstraße gilt: Schritttempo fahren und jederzeit bremsbereit sein. Denn alle Verkehrsteilnehmer sind in einem verkehrsberuhigten Bereich gleichberechtigt – Kindern ist es sogar ausdrücklich erlaubt, dort zu spielen. „Hier ist besondere Konzentration und Achtsamkeit von Autofahrern gefragt“, betont die DVR-Expertin.

Wie viel Konfliktpotenzial der innerörtliche Straßenverkehr bietet, zeigt auch eine repräsentative Befragung des DVR im November 2008. 34 Prozent der Radfahrer und 39 Prozent der Fußgänger ärgern sich am meisten über zu schnelles Fahren, während für 64 Prozent der Autofahrer fehlende Parkplätze auf Platz eins der Liste der Ärgernisse im innerörtlichen Straßenverkehr stehen. Auf Platz zwei der größten Ärgernisse rangieren für Radfahrer Radler ohne Licht (28 Prozent), bei Fußgängern die schlechten Bus- und Bahnverbindungen (22 Prozent) und bei den Autofahrern zu dichtes Auffahren (48 Prozent). Platz drei in dieser Negativliste belegen für Radfahrer verboten geparkte Fahrzeuge (26 Prozent), für Fußgänger die Rotlichtfahrer (15 Prozent) und für Autofahrer die Blinkmuffel (37 Prozent).

www.innerorts-gemeinsam-sicher-leben.de
Wie schon für die Schwerpunktaktion 2008 „Innerorts – Raum für alle?!“ werden die Info-Materialien wieder über die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen an Betriebe und Bildungseinrichtungen verschickt oder können über den DVR angefordert werden. Auf der Webseite www.innerorts-gemeinsam-sicher-leben.de stehen außerdem alle Materialien zum Download bereit. Dort gibt es zusätzlich ein interaktives Spiel und eine Gewinnaktion mit attraktiven Preisen wie zum Beispiel eine achttägige Kreuzfahrt ins westliche Mittelmeer, eine einwöchige Reise durch die Schweiz mit dem Glacier-Express oder ein Erlebniswochenende im Phantasialand Brühl.


Ansprechpartnerin:
Carla Bormann
Deutscher Verkehrssicherheitsrat e.V.
Auguststraße 29
D-53229 Bonn
Tel.: 0228 40001 72
Fax: 0228 40001 67
E-Mail: CBormann@dvr.de


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