Home > Betriebe / öffentliche Einrichtungen / Unfallversicherungsträger > Service für BG-Presse > BG/UK/DVR-Info­dienst > Archiv > Klare Handzeichen und feste Absprachen

Klare Handzeichen und feste Absprachen

Motorradfahren in der Gruppe

Vieles macht in der Gruppe mehr Spaß – so auch das Motorradfahren. Wenn mehrere Motorräder gemeinsam fahren, bedarf es klarer Handzeichen und fester Absprachen, um sicher unterwegs zu sein.

Disziplin ist das oberste Gebot, wenn man mit anderen in einer Art Motorradkolonne fährt. Ein erfahrener Fahrer, der die Strecke kennt, sollte die Spitze des Konvois übernehmen. Dahinter sollten sich ungeübte Mitfahrer einreihen. Auch am Ende sollte ein erfahrener Biker fahren. Gruppen sollten nicht aus mehr als acht Motorrädern bestehen. Ansonsten ist es sinnvoller, die Gruppe zu teilen.

Streckenverlauf, Treffpunkte und Tankstopps sollten fest vereinbart werden. Fällt die Gruppe auseinander, kann sie sich an den verabredeten Punkten wieder sammeln. Nicht abgesprochene Überholmanöver innerhalb der Gruppe sollten unterbleiben, unnötig starkes Bremsen sollte vermieden werden.

Gruppen fahren am besten in Zweierkolonnen versetzt hinter- und nebeneinander. Dabei ist sowohl ausreichender Abstand zum Vordermann wie zum Nebenmann zu halten. Wer vorausfährt, sollte die Nachfolgenden vor erkennbaren Gefahren warnen, ggf. durch Hupen. Tritt etwas Unvorhergesehenes ein, sind klare, vorher festgelegte Handzeichen nützlich. Zum Beispiel kann das langsame Heben und Senken des linken Arms „Halt!“ oder „Langsamer!“ signalisieren. Die linke Hand flach auf den Helm gelegt, kann „Abblendlicht!“ meinen und die linke Hand abwechselnd zur Faust geballt und wieder geöffnet „Blinker abstellen!“.

Auch wenn man in der Gruppe fährt, ist jeder für sich selbst verantwortlich. Beim Überholen muss jeder Fahrer selbst prüfen, ob die Strecke frei ist. Gleiches gilt an Kreuzungen. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat und die gewerblichen Berufsgenossenschaften warnen davor, sich von vorausfahrenden Bikern mitziehen zu lassen. Wird der Konvoi überholt, sollte man stets die Möglichkeit zum Einscheren lassen. Eine Gruppe von Motorrädern darf kein unüberwindliches Hindernis werden.

Wer merkt, dass das Tempo der Gruppe für ihn selbst zu hoch ist, sollte nicht zwanghaft mithalten oder den Schnelleren nacheifern wollen. Besser ist es, sein eigenes Tempo zu fahren. Jeder Fahrer soll seinen nachfolgenden Fahrer regelmäßig im Rückspiegel beobachten. Fällt dieser zurück, kann auch er seine Geschwindigkeit reduzieren, und so setzt sich die Meldung, dass langsamer gefahren werden sollte, bis zur Gruppenspitze durch.

Nähere Informationen zum Thema:

Deutscher Verkehrssicherheitsrat e.V.
Beueler Bahnhofsplatz 16
53222 Bonn
Telefon: 0228/40001-0
Telefax: 0228/40001-67
E-Mail: dvr-info@dvr.de
Internet: www.dvr.de
Ansprechpartnerin: Marion Pieper-Nagel

(2.458 Zeichen)


Downloads


Word Text im Word-Format

Zurück


Drucken

 
© Deutscher Verkehrsicherheitsrat e. V. 2010