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Deutscher Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR)
Kurzdarstellung
Stand: Juni 2010
Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat wurde 1969 als gemeinnütziger Verein gegründet.
Aufgabe
Die Aufgabe des Vereins ist die Förderung von Maßnahmen zur Verbesserung der
Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Schwerpunkte sind Fragen der Verkehrstechnik, Verkehrserziehung und -aufklärung, des Verkehrsrechts, der Verkehrsmedizin und der -überwachung. Der Verein koordiniert die vielfältigen Aktivitäten seiner Mitglieder, entwickelt Programme und passt diese kontinuierlich neuen Anforderungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen an. Eine seiner zentralen Aufgaben liegt in der Bündelung der Bemühungen aller beteiligten Stellen zu einem gemeinsamen und wirksamen Handeln (Koordinierungsfunktion). Diese Koordinierungsfunktion nimmt der DVR auch unabhängig von konkreten Projekten wahr.
Philosophie
Bei der Ansprache der Verkehrsteilnehmer stellt der DVR den Partnerschafts-gedanken und die Stärkung der Eigenverantwortung in den Mittelpunkt. Seit Oktober 2007 legt der DVR die Sicherheitsphilosophie Vision Zero seiner Verkehrssicherheitsarbeit zugrunde. Dabei tritt er für einen gefährdungsorientierten Ansatz ein.
Mitglieder
Der Verein hat ca. 220 Mitglieder. Dazu gehören die für Verkehr zuständigen Ministerien von Bund und allen Bundesländern, die gesetzlichen Unfallversicherungsträger, Deutsche Verkehrswacht, Automobilclubs, Automobilhersteller, Versicherungen, Personenbeförderungsunternehmen, Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften, Kirchen und sonstige Institutionen und Organisationen sowie einige Mitglieder aus dem Ausland. Seine Mitglieder leisten zur Finanzierung der Vereinsaufgaben Mitgliedsbeiträge und weitere Finanzbeiträge.
Vorstand
An der Spitze des Vereins stehen der Präsident und seine drei Stellvertreter.
Dem Vorstand gehören 37 Personen an, davon zehn dem Hauptausschuss.
Ausschüsse
Die laufende Arbeit wird durch sechs Fachausschüsse begleitet: Ausschuss Erwachsene Verkehrsteilnehmer, Ausschuss für Fahrzeugtechnik, Rechtsausschuss, Ausschuss für Kinder und jugendliche Verkehrsteilnehmer, Ausschuss für Verkehrstechnik und
Ausschuss für Verkehrsmedizin, Erste Hilfe und Rettungswesen.
Einnahmen
Die Einnahmen des Vereins setzen sich zusammen aus Bundesmitteln, dem Finanzbeitrag der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Mitgliedsbeiträgen, weiteren Finanzbeiträgen und Sonderzuwendungen anderer DVR-Mitglieder und sonstigen Einnahmen.
Gründung
Mit der Gründung des DVR gab es zwei grundlegende Neuerungen in der
Verkehrssicherheitsarbeit: alle gesellschaftlichen Kräfte wurden gebündelt und
eine bundesweit einheitliche und umfassende Verkehrssicherheitsarbeit war
möglich.
Zielgruppenprogramme und weitere Maßnahmen
Der DVR hat mit seinen Mitgliedern Zielgruppenprogramme entwickelt, z.B. „Kind
und Verkehr“, „Sicher mobil“ für ältere Verkehrsteilnehmer, Sicherheitstrainings
und -programme für Pkw-, Lkw-, Omnibus-, Reisebus-, Gefahrgut- und
Motorradfahrer, Radfahrprogramm etc.
Die Umsetzung erfolgt in jährlich vielen tausend Veranstaltungen und Trainings.
Eine besondere Bedeutung hat im DVR die betriebliche Verkehrssicherheitsarbeit. Die Berufsgenossenschaften und der DVR führen seit Anfang der 80er Jahre das gemeinsame Programm "Sicherheit auf allen Wegen" durch, das sich an Berufstätige und Auszubildende richtet. Kooperationen mit Berufsgenossenschaften und Betrieben führen zu präventiven Maßnahmen, die nicht nur Unfälle verhindern, sondern dem Arbeitgeber dadurch auch Geld sparen.
In den Bereichen Recht, Technik und Medizin/Rettungswesen erhalten Stadtplaner, Kommunalverwaltungen und Gesetzgeber, aber auch die Industrie und relevante Multiplikatoren wichtige Empfehlungen vom DVR.
Unterstützt wird die DVR-Arbeit durch intensive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Medienkooperationen und Kampagnen. Im März 2008 startete die Kampagne „Runter vom Gas!“ gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.
Perspektiven für die künftige Verkehrssicherheitsarbeit ergeben sich auch aus der aktuellen Mobilitätsdiskussion. Im Vordergrund steht der Gedanke, einen vernünftigen Umgang mit dem Kraftfahrzeug zu fördern (ökologisch und ökonomisch orientierte Fahrweise).
Europa
Der DVR ist Mitbegründer des Europäischen Verkehrssicherheitsrates ETSC
(gegründet 1993). Darüber hinaus kooperiert er innerhalb und außerhalb
Europas mit vielen Ländern.
Die besondere Organisationsform des DVR und seine effiziente Verkehrssicherheitsarbeit finden national und international hohe Anerkennung.
Sitz
Der DVR hat seinen Sitz in Bonn und ein Hauptstadtbüro in Berlin.
Deutscher Verkehrssicherheitsrat (DVR)
|
Beueler Bahnhofsplatz 16 53225 Bonn Tel. (0228) 40001-0 Fax (0228) 40001-67 |
Jägerstr. 67-69 10117 Berlin Tel. (030) 2266771-0 Fax (030) 2266771-29 |
info
dvr.de – www.dvr.de
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