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Autobahnbaustellen sind sicherer als freie Strecke
Berlin, 28. Juli 2010 – Baustellenbereiche auf Autobahnen führen immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen. Wissenschaftler der TU Dresden untersuchten im Auftrag der Unfallforschung der Versicherer (UDV) die Unfallursachen im Baustellenbereich. Auffällig viele Unfälle ereignen sich laut Studie am Ende von Baustellen.
Bereits das zu erkennende Schild zur Aufhebung des vorübergehenden Tempolimits führe zu starken Beschleunigungen und großen Streuungen der Geschwindigkeiten. Strecken innerhalb der Baustellen sind unabhängig von ihrer Breite und der zulässigen Höchstgeschwindigkeit eher unfallunauffällig. Die Ergebnisse zeigen außerdem, dass Unfälle in diesem Bereich im Vergleich zu baustellenfreien Autobahnabschnitten aufgrund der geringeren Fahrgeschwindigkeiten weniger schwer sind.
Schwere Unfälle ereignen sich im Baustellenbereich hauptsächlich an Überleitungen und Verschwenkungen sowie an Behelfs-Anschlussstellen. Hier zählten die Forscher bis zu sechs Mal mehr Unfälle als auf Autobahnabschnitten ohne Baustellen.
Die UDV empfiehlt eine frühzeitige Reduzierung der Fahrstreifenanzahl im Annäherungsbereich der Baustelle, deutliche Kennzeichnung von Verschwenkungen und Überleitungen, Kennzeichnung und Ausstattung von Behelfsanschlussstellen mit Verzögerungsstreifen und stufenweise Anhebung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit am Ende von Baustellen.
Für die Studie wurde das Unfallgeschehen an zwölf Baustellen mit einer Gesamtlänge von 68 Kilometern analysiert und fünf Baustellen einer detaillierten Untersuchung unterzogen.
Quelle: GDV
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