Presseseminar „Fahreignung – Wer darf motorisiert fahren und wer nicht?“

19./20. Mai 2011 in Weimar

Jährlich führen die Träger der bundesdeutschen Begutachtungsstellen für Fahreignung mehr als 100.000 medizinisch-psychologische Untersuchungen (MPU) durch. Die stärkste Anlassgruppe mit über 50 Prozent sind dabei Personen, die nach Alkoholgenuss erstmalig oder wiederholt auffällig wurden oder verkehrs- bzw. strafrechtliche Delikte begangen haben. Die Untersuchungsanlässe „Drogen und Medikamente“ bilden mit fast 20 Prozent die zweitgrößte Gruppe. Sie ist in den letzten Jahren mit Abstand am stärksten angestiegen. „Personen mit körperlichen und/oder geistigen Mängeln“ sind in weniger als einem Prozent Anlass für eine Fahreignungsuntersuchung.

Wer darf auf deutschen Straßen motorisiert fahren und wer nicht? Unter welchen Bedingungen und nach welchem Zeitraum kann ein Fahrer nach Fahrerlaubnisentzug die Fahrerlaubnis erneut beantragen? Wie laufen die Fahreignungsuntersuchungen ab? Was geschieht in Nachschulungskursen für auffällige Kraftfahrer?

Im Sinne der Verkehrssicherheit stellt sich die Frage nach der Fahreignung auch für andere Fahrergruppen, beispielsweise für junge Fahrer, Berufskraftfahrer und die immer größer werdende Gruppe der älteren Autofahrer.

Diesen und weiteren Fragen widmete sich unser Presseseminar Fahreignung.

Die Themen:

Driver Improvement
Beratung und Rehabilitationsprogramme zur Förderung der Fahreignung
Katrin Aydeniz
(Impuls GmbH, Köln)

Das Risiko fährt immer mit
Sonderfall Jugendliche und junge Erwachsene

Dorothee Geyer
(Mercedes-Benz Driving Academy, Stuttgart)
Kay Schulte
(Deutscher Verkehrssicherheitsrat – DVR, Berlin)

Senioren zum Test?
Mögliche Einschränkungen der Fahreignung im Alter und ihre Erfassung
Prof. Dr. Heinz Jürgen Kaiser
(Universität Erlangen)

DocStop
Die medizinische Unterwegsversorgung für Berufskraftfahrer
Dr. Dieter-Lebrecht Koch
(Mitglied des Europäischen Parlaments)

Ärztliches Handeln mit Polizeifunktion?
Alkohol-, Drogen- und Medikamentenmissbrauch aus medizinischer Sicht
Prof. Dr. med. Rainer Mattern
(Deutsche Gesellschaft für Verkehrsmedizin – DGVM, Heidelberg)

Die Wahrheit über den „Idiotentest“
Einführung zum Thema „Fahreignung“
Prof. Dr. Dieter Müller
(Hochschule der Sächsischen Polizei, Rothenburg a.d. Neiße)

Repression ist Prävention
Alkohol-, Drogen-, Medikamentenmissbrauch und erhöhtes Aggressionspotenzial aus psychologischer Sicht
Prof. Dr. Wolfgang Schubert
(Deutsche Gesellschaft für Verkehrspsychologie – DGVP, Berlin

Ständig auf Achse – immer fit?
Spezialfall Berufskraftfahrer
Dr. med. Renate Zunft
(TÜV Nord Mobilität, Hannover)



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