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„Je schneller exakte Unfallmeldungen und Unfalldaten an Rettungskräfte übermittelt werden, desto schneller kann direkt vor Ort geholfen werden.“

Pierre-Enric Steiger, Björn Steiger Stiftung

Pierre-Enric Steiger
Pierre-Enric Steiger
Präsident
Björn Steiger Stiftung

Vor mehr als 40 Jahren haben meine Eltern ihren Sohn Björn durch einen Autounfall verloren und in Anbetracht der schlechten Notfallversorgung in den 60er Jahren die Björn Steiger Stiftung gegründet. Seit 1969 kämpft die Stiftung für die Verbesserung der Notfallhilfe in Deutschland. Sicherlich haben unsere Initiativen wie die Einführung der bundesweiten Notrufnummer 110/112, die Aufstellung der Notruftelefone, die Finanzierung der zivilen Luftrettung oder unsere Entwicklung der Handyortung bei Notruf bereits einiges dazu beigetragen, um die Zahl von 20.000 Verkehrstoten in den 70er Jahren auf 3.606 im Jahr 2012 zu reduzieren.

Dennoch sind mehr als 3.600 Verkehrstote 3.600 zu viel. So engagieren wir uns auch heute und in Zukunft für die „Vision Zero“, zum Beispiel in Sachen eCall für Motorradfahrer in Kooperation mit dem Helmhersteller Schuberth GmbH, der Deutschen Telekom und Bosch Sicherheitssysteme. Bei einem Motorradunfall wird automatisch ein Notruf ausgelöst, der Verunfallte über GPS lokalisiert und die Rettungskette ausgelöst. Daneben arbeiten wir an der Umsetzung des SMS-Notrufs für Hörgeschädigte und einer neuen Plattform, um Leitstellen eine verbesserte Handyortung bei Notruf zu ermöglichen. Denn auch in Zukunft gilt, je schneller exakte Unfallmeldungen und Unfalldaten an Rettungskräfte übermittelt werden, desto schneller kann direkt vor Ort geholfen werden. Auf diesem Wege lässt sich die Zahl der Verkehrstoten zu einem gewissen Teil weiter reduzieren. Das ist ein Beitrag, den wir auf dem Weg der „Vision Zero“ schon heute leisten und auch zukünftig verstärkt leisten wollen.

Gemeinsam mit unseren Partnern im Deutschen Verkehrssicherheitsrat verfolgen wir darüber hinaus auch immer das Ziel, menschliche Fehler und deren Folgen im Verkehr zu minimieren, indem wir immer wieder auf Gefahrenpotentiale hinweisen.

Für all diese Initiativen und Aktionen setzt sich die Björn Steiger Stiftung seit Jahrzehnten ein. Und ich möchte das als Präsident der Stiftung und Vorstandsmitglied des Deutschen Verkehrssicherheitsrates gerne persönlich tun: um die „Vision Zero“ miterleben zu können - von 20.000 zu 3.600 zu Null Verkehrstoten!

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