Achtes bundesweites Treffen der Kinderunfallkommissionen 2012
Dokumentation liegt vor
Praxistest in der Kölner Innenstadt. (Foto: VRS)
Köln, 18. Februar 2013 – Unter dem Titel „Zu Fuß zur Schule – sicher und selbstständig“ hatte das Netzwerk „Verkehrssichere Städte und Gemeinden im Rheinland“ beim Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) zum achten bundesweiten Treffen der Kinderunfallkommissionen am 12. und 13. November 2012 zum Verkehrsverbund Rhein-Sieg nach Köln eingeladen. Mehr als 50 Verkehrssicherheitsexperten aus Kommunen, Polizei, Schulen, Institutionen und den Kinderunfallkommissionen diskutierten aktuelle Themen zur Verkehrs- und Mobilitätserziehung.
Dr. Nicola Neumann-Opitz von der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) präsentierte den gerade erschienenen Leitfaden „Schulwegpläne leichtgemacht“ und gab erste Einblicke in die Fortschreibung des Kinderunfallatlasses. Die Selbstständigkeit von Grundschülern auf dem Schulweg untersuchte Björn Frauendienst (Ruhruniversität Bochum) in seiner Studie zur Kindermobilität. Sebastian Rabe (Netzwerk „Verkehrssicheres Nordrhein-Westfalen im Regierungsbezirk Düsseldorf“ bei der Unfallkasse NRW) stellte die Studie zu generellen Erwartungen an kommunale Verkehrssicherheitsarbeit und zur Wahrnehmung der Verkehrssicherheitsarbeit in der Kommune vor.
Drei praxisorientierte Workshops zeigten auf, welche Möglichkeiten bestehen, durch eine vernetzte Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene die Mobilität von Kindern zu fördern und gleichzeitig ihre Sicherheit zu verbessern. Im Laufe der Tagung führten die Mitglieder der Kinderunfallkommissionen daher auch den Praxistest durch und nahmen die Kölner Innenstadt unter die Lupe. Während der Begehung unter der Leitung des Wuppertaler Professors Jürgen Gerlach begutachteten die Experten die Fußwege, Kreuzungen, Ampelanlagen und Straßenmarkierungen beispielhaft nach Schwachstellen. Professor Bernhard Meyer stellte den neuen Weg der Stadt Griesheim vor hin zu einer ‚bespielbaren‘ und ‚besitzbaren‘ Stadt – eine Förderung des Zu-Fuß-Gehens für alle Altersgruppen.
Projektberichte und Ideen zur kindgerechten Verkehrsplanung und Mobilitätserziehung boten am zweiten Tag im Praxisaustausch der Kinderunfallkommissionen wertvolle Anstöße für künftige Verkehrssicherheitsarbeit.
Unterstützt wurde die Veranstaltung vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR), der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt), der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen (UK NRW), den, Kölner Verkehrsbetrieben (KVB), dem Netzwerk Verkehrssicheres Nordrhein-Westfalen, dem Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW (MBWSV) und dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS).

Programm-Flyer
Programm
Begrüßung
Schulwegpläne leichtgemacht / Der neue Kinderunfallatlas
Selbstständigkeit auf dem Schulweg
Ergebnisse Workshop 1: Infrastruktur – Verkehrsberuhigung
Workshop 1 - Schulwegpläne leichtgemacht – Der Leitfaden
Workshop 2 - Welche Möglichkeiten haben Kommunen die Schulen zu unterstützen?
Workshop 2 - Die Kerpener Kinderunfallkommission
Workshop 3 - Der attraktive Schulweg
FahrRad in Aachen
Der Kerpener Kinderzebrastreifen
Der Blaue Bogen
Projekt Blickwinkel
Verkehrszähmer
Verkehrssicherheitsarbeit vor Ort
Fotoimpressionen
Alle Beiträge (36,8 MB)