„Crash Kurs NRW“: Mehr Sicherheit für junge Fahrer

Aktuelle Kampagne der Polizei NRW

Präsentierten den „Crash Kurs NRW“ (v.l.n.r.): Wolfgang Blindenbacher (Innenministerium NRW), Steffi Hengst, Silke von Beesten (Polizei Köln), Dr. Udo Schöpf (BGHW) und Dr. Sascha Gick. (Foto > DVR)
Präsentierten den „Crash Kurs NRW“ (v.l.n.r.): Wolfgang Blindenbacher (Innenministerium NRW), Steffi Hengst, Silke von Beesten (Polizei Köln), Dr. Udo Schöpf (BGHW) und Dr. Sascha Gick. (Foto > DVR)

Köln, 7. Oktober 2010 – Obwohl die 18- bis 24-Jährigen nur rund acht Prozent der Bevölkerung stellen, liegt ihr Anteil an den Getöteten und Verletzten im Straßenverkehr bei 19 Prozent. Junge Fahrerinnen und Fahrer haben somit ein sehr viel höheres Risiko, im Straßenverkehr zu verunglücken. Hinzu kommt, dass es eine Gruppe junger Erwachsener gibt, die besonders ausgeprägt Risikosituationen aufsucht.

Vor diesem Hintergrund hat die nordrhein-westfälische Polizei bereits seit vielen Jahren konkrete Maßnahmen auf diese Altersgruppe ausgerichtet. Neben qualifizierten Kontrollaktionen kommt besonders der Prävention eine hohe Bedeutung zu, die Verkehrssicherheit für die jungen Fahrer zu erhöhen.

Mit der aktuellen landesweiten Kampagne „Crash Kurs NRW“ sollen die jungen Fahranfänger sensibilisiert werden. Die Verkehrsexperten zielen dabei vor allem auf die emotionale Erlebniswelt der jungen Erwachsenen ab. Ziel ist es, die Gruppe der 18- bis 24-Jährigen zu einer verkehrssicheren Fahrweise zu animieren.

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR), die Berufsgenossenschaft Handel und Warendistribution (BGHW), die Polizei NRW und die REWE Group präsentierten gestern rund 50 Auszubildenden des Handelskonzerns den „Crash Kurs NRW“.

„Der ‚Crash Kurs‘ ist hart und ungeschminkt, er zeigt das Leben und das Sterben. Und es gibt immer mehr Opfer, als man glaubt“, sagte die Kölner Polizeioberkommissarin Silke von Beesten, die im Anschluss drastische reale Unfallbilder zeigte, die diese Sätze untermauerten. Ein Feuerwehrmann, ein Unfallchirurg und Polizisten berichteten über ihre Erlebnisse und Eindrücke nach schweren Verkehrsunfällen, die leider viel zu oft zu ihrem Alltag gehören. Zum Beispiel wie es sich für einen Polizeibeamten anfühlt, wenn er auf die Klingel drücken muss, um Eltern die traurige Nachricht übermitteln zu müssen, dass ihr Kind bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist.

Mucksmäuschenstill war es auch, als eine Mutter über den Unfalltod ihrer 14-jährigen Tochter berichtete, die auf dem Fahrrad in einer Kurve von einem Lkw-Fahrer übersehen wurde.

Jede dieser eindrücklichen Schilderungen endete mit dem Appell an die jungen Leute, vorsichtig und aufmerksam unterwegs zu sein und keine unnötigen Risiken einzugehen. Abschließend ließ Silke von Beesten einen großen Luftballon platzen, auf dem die Auszubildenden vorher ihre Lebensträume geschrieben hatten. „Ihre Träume sollen wahr werden, in Erfüllung gehen“, gab die Polizistin den jungen Leuten mit auf den Weg. Diese zeigten sich tief beeindruckt vom „Crash Kurs NRW“: „Die Bilder schrecken schon ab und man muss sie erst einmal verarbeiten. Klar denkt man immer, das passiert anderen, aber nicht mir“, fassten einige junge Leute ihre Eindrücke zusammen. Und genau da setzt die Kampagne an. Durch eine authentische und emotionale Ansprache soll den jungen Menschen das Bewusstsein vermittelt werden, dass eigenes Fehlverhalten tödliche Folgen für sich und andere haben kann.

Ansprechpartner: Kay Schulte, Tel. 030/2266771-15, kschulte@dvr.de



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