Europa

Europäischer Verkehrssicherheitswettbewerb „Roads to Respect“

Daniel Wanzek aus Weimar ist der Sieger

Preisträger Daniel Wanzek (Foto > privat)
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Daniel Wanzek heißt der Sieger des europäischen Verkehrssicherheitswettbewerbs „Roads to Respect“. Der Student der Bauhaus-Universität Weimar wurde vom Europäischen Verkehrssicherheitsrat (ETSC) in Brüssel für sein Engagement ausgezeichnet.

Für den Wettbewerb entwickelten 25 europäische Studierende Konzepte, wie eine Gefahrenstelle in ihrer Heimatstadt bezüglich ihrer Verkehrssicherheit verbessert werden kann. Ziel war es, die Anzahl und Schwere der Unfälle zu reduzieren – und das möglichst mit geringen Kosten innerhalb eines Jahres.

Im Vorfeld mussten die teilnehmenden Studierenden eine internationale Jury von der Qualität ihres Engagements in der Verkehrssicherheitsarbeit überzeugen. Als einer von zwei deutschen Teilnehmern wurde der angehende Verkehrsplaner Daniel Wanzek in das Projekt aufgenommen. Er untersuchte den Fußgängerüberweg an der Taubacher Straße in Oberweimar, der aufgrund seiner kritischen Lage und mangelhaften Ausstattung als unfallträchtige Stelle galt. Rasende Autos, kaum sichtbare Warnschilder, ungenügende Beleuchtung und sichteinschränkende Straßenverläufe wie Kurven und Kuppen – das sind nur einige von vielen Gefahren, denen Fußgänger an unsicheren Überwegen wie diesem ausgesetzt sind. Zudem liegt dieser Fußgängerüberweg im Bereich zweier Schulen (davon eine Grundschule) und wird demzufolge stark von Schulkindern frequentiert.

Durch seine Initiative wurden konkrete Maßnahmen umgesetzt, die die Verkehrssicherheit an dieser Gefahrenstelle erhöht haben:

  • Rückschnitt der in den Straßenraum wuchernden Bäume und Sträucher
  • Aufstellen von einem Gefahrenzeichen „Achtung Fußgänger!“
  • Aufbringen von Piktogrammen „Achtung Kinder!“ auf die Fahrbahn
  • Verbesserung der Beleuchtung direkt am Überweg (stärkeres Leuchtmittel, Verlängerung der Leuchte mittels eines Auslegers in Richtung Fahrbahnmitte, längere Schaltzeiten)
  • Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30
  • behindertengerechte Absenkung der Bordsteine und der angrenzenden Gehwege
  • Aufstellen einer Geschwindigkeitsanzeige
  • verstärkte Radarkontrollen am Überweg

Dass diese Vielzahl an Maßnahmen umgesetzt werden konnte, ist nur durch das Knüpfen eines Netzwerkes möglich gewesen. Dazu mussten Stadtverwaltung, Polizei, Privatwirtschaft und Interessensvertreter in ein Boot geholt werden.

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