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ESP noch immer nicht in allen Neufahrzeugen

Rund 36 Prozent aller Autos in Deutschland haben ESP an Bord. (Foto > DVR)

Rund 36 Prozent aller Autos in Deutschland haben ESP an Bord. (Foto >DVR)


Auch im Jahr 2008 haben die allermeisten Kleinwagen und Sport Utility Vehicles (SUV) noch immer nicht das Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) serienmäßig an Bord. Das geht aus einer Untersuchung der Unfallforschung der Versicherer (UDV) in Berlin hervor, die 278 Modellreihen von 38 Automobilherstellern auf dem deutschen Markt unter die Lupe genommen haben.

Die Untersuchung zeigt allerdings einige Verbesserungen im Vergleich zu den Vorjahren. So ist der Anteil der Modellreihen, die serienmäßig mit ESP ausgerüstet sind, von 58 Prozent im Jahr 2006 über 64 Prozent im vergangenen Jahr auf jetzt 67 Prozent gestiegen. Und nur noch für jede elfte Modellreihe dieses Jahres ist überhaupt kein ESP verfügbar. Vor zwei Jahren war es noch jede fünfte Baureihe.

In der Oberklasse sowie der oberen Mittelklasse steht ESP in jeder Modellreihe zur Verfügung. Deutlich schlechter fällt die Bilanz bei den Kleinwagen aus. Hier weisen sechs Baureihen keinen Schleuderschutz in der Ausstattungsliste auf. Auch SUVs, Vans, Pick-ups sowie leichte Nutzfahrzeuge zeigen größere Lücken.

Derzeit sind laut UDV insgesamt rund 36 Prozent aller Autos auf Deutschlands Straßen mit ESP unterwegs.

Siegfried Brockmann, Leiter der UDV, appelliert an alle Autofahrer, aus Sicherheitsgründen kein Neufahrzeug, aber auch keinen Gebrauchtwagen mehr ohne ESP zu kaufen. Deshalb hat die UDV jetzt unter www.schutzengel-esp.de ein Internetangebot gestartet, das vor allem junge Fahrer und Gebrauchtwagenkäufer mit Informationen, Service und Spaß versorgt. Besonders Fahranfänger sind häufig in gebrauchten Pkw oder in günstigen Kleinwagen unterwegs, die noch die größten Lücken bei der Ausstattung mit ESP aufweisen.

Dabei zeigen nationale und internationale Studien, dass 25 Prozent aller Pkw-Unfälle mit Personenschaden und 35 bis 40 Prozent aller Pkw-Unfälle mit Todesfolge durch ESP positiv beeinflussbar wären. In Deutschland könnten demnach 37.000 Unfälle mit Verletzten und 1.100 Unfälle mit Getöteten vermieden oder zumindest in ihren Folgen abgeschwächt werden.

Alle Ergebnisse der umfangreichen ESP-Untersuchung sind unter www.udv.de nachzulesen.

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