Info-Portal Alkohol und Straßenverkehr
DVR
Deutscher Verkehrssicherheitsrat UK | BG
Unfallkassen und Berufsgenossenschaften VISION ZERO

Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2015

Die Drogenaffinitätsstudie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) untersucht in regelmäßigen Abständen den Konsum von Alkohol, Tabak und illegalen Drogen der 12- bis 25-jährigen Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland. Neben der Beschreibung der aktuellen Lage des Konsumverhaltens junger Menschen ermöglicht sie – aufbauend auf den vorherigen Studien – das Aufzeigen von Entwicklungen. Sie beobachtet Veränderungen im Substanzgebrauch der jungen Menschen in Deutschland.

In der Studie 2015 wurde eine für Deutschland repräsentative Stichprobe von 7.004 Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 12 bis 25 Jahren mit computergestützten Telefoninterviews befragt.

Fast 70 % der 12- bis 17-jährigen Jugendlichen haben schon einmal Alkohol getrunken. Regelmäßig (mindestens einmal in der Woche) trinken 10,9 % dieser Altersgruppe. Bei etwa jeder siebten jugendlichen Person wurden in den letzten 30 Tagen vor der Befragung an mindestens einem Tag große Mengen Alkohol bei einer Gelegenheit konsumiert. Man spricht hier von sogenanntem Rauschtrinken. Von den jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 25 Jahren haben 95,3 % schon einmal Alkohol getrunken. Ein Drittel trinkt regelmäßig Alkohol und 38,2 % hatten in den letzten 30 Tagen vor der Befragung an Rauschtrinken teilgenommen.

Männliche und weibliche Jugendliche im Alter von zwölf bis 17 Jahren unterscheiden sich im Alkoholkonsum vor allem in der Intensität. Bei männlichen Jugendlichen sind regelmäßiger Konsum und das Rauschtrinken weiter verbreitet als bei weiblichen Jugendlichen. Diese Unterschiede setzen sich ins Erwachsenenalter fort: Junge Männer im Alter von 18 bis 25 Jahren trinken häufiger und öfter gesundheitlich riskante Mengen. Sie praktizieren eher Rauschtrinken als die weiblichen Befragten derselben Altersgruppen.

In der Gruppe mit türkischem und asiatischem Migrationshintergrund zeigte sich die geringste Alkoholerfahrung. Gleichzeitig war die Abstinenz am höchsten.

Bei den 12- bis 17-jährigen Jugendlichen verläuft die Entwicklung in den letzten Jahren im Sinne der Präventionsempfehlungen; immer mehr 12- bis 17-Jährige verzichten auf Alkohol.

Auch die riskanteren Formen des Alkoholkonsums sind in dieser Altersgruppe rückläufig. Unter den jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren verläuft die Entwicklung in jüngster Zeit je nach Geschlecht unterschiedlich. Der regelmäßige Alkoholkonsum, der Konsum riskanter Mengen sowie das Rauschtrinken 18- bis 25-jähriger Männer sinken seit 2011. Bei den jungen Frauen ist eine solche Entwicklung nicht zu verzeichnen.

Die Studien der BZgA finden Sie unter:

http://www.bzga.de/forschung/studien-untersuchungen/studien/suchtpraevention

 

Beratung in Ihrer Nähe

MPU-Begutachtungsstellen