Info-Portal Alkohol und Straßenverkehr
DVR
Deutscher Verkehrssicherheitsrat UK | BG
Unfallkassen und Berufsgenossenschaften VISION ZERO

Radfahren und Alkohol

Das Fahrradfahren ist eine immer beliebtere Freizeitbeschäftigung: Es dient nicht nur der Überwindung von meist kürzeren Fahrtstrecken zur Arbeit oder Ausbildungsstätte, sondern wird oft als Ersatzfahrzeug genutzt, wenn ein geselliger Abend mit Alkoholkonsum bevorsteht. „Ich fahre mit dem Rad und lasse das Auto stehen, dann kann ich trinken“, lautet die Devise. Das Fahrrad verspricht dabei grenzenlosen Alkoholkonsum. Eine genauere Betrachtung der Unfallstatistik zeigt jedoch, dass Alkohol die zweithäufigste Unfallursache bei Radfahrenden ist. Besorgniserregend ist dabei die hohe Blutalkoholkonzentration (BAK), die verunglückte Radfahrerinnen und Radfahrer aufweisen.

Von allen Beteiligten an Unfällen mit Personenschaden, die alkoholisiert unterwegs waren, machten Fahrrad Fahrende im Jahr 2017 einen Anteil von 26,6 % aus13. Fast 85 % dieser unfallbeteiligten Radfahrerinnen und Radfahrer wiesen BAK-Werte von über 1,1 Promille auf14, dies ist für Kraftfahrzeug Fahrende die Grenze der absoluten Fahruntüchtigkeit. Bezogen auf die Altersverteilung stellten die 25- bis 35-Jährigen den höchsten Anteil, gefolgt von den 45- bis 55-Jährigen14a.

______________________________

13 Destatis: Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel im Straßenverkehr 2017, S. 22

14 Destatis: Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel im Straßenverkehr 2017, S. 24

14a Destatis: Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel im Straßenverkehr 2017, S. 23

 

Beratung in Ihrer Nähe

MPU-Begutachtungsstellen