7. Internationaler Fit to Drive-Kongress

Berlin, 29. April 2013 – Bis 2050 plant die EU-Kommission die Zahl der Verkehrstoten auf null zu reduzieren. „Um diese Vision Zero zu verwirklichen, müssen die Experten aus ganz Europa Konzepte und Ideen entwickeln, die insbesondere das menschliche Verhalten im Straßenverkehr in den Mittelpunkt stellen“, erläuterte Dr. Klaus Brüggemann, Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des Verbandes der Technischen Überwachungsvereine (VdTÜV), anlässlich des 7. Internationalen Fit to Drive-Kongresses am 25. und 26. April 2013 in Berlin.

Bei rund 25 Prozent aller Unfälle mit Todesfolge in Europa sei Alkohol mit im Spiel. Ein Blutalkoholwert von 0,5 Promille führe bereits zu einem doppelten Unfallrisiko, bei 1,1 Promille verzehnfache sich das Risiko, bei 1,6 Promille bestehe sogar ein 25-faches Unfallrisiko.

Aber auch Regelverstöße wie Rasen, Drängeln oder das Überfahren einer roten Ampel hätten stark zugenommen und würden kaum geahndet. Bei etwa 30 Prozent aller tödlichen Unfälle sei überhöhte Geschwindigkeit an der Ursache beteiligt gewesen. Die Gefahr von zu schnellem Fahren oder Rasen werde vielfach ausgeblendet: Etwa 40 bis 50 Prozent aller Autofahrer in Europa fahren regelmäßig schneller als die zulässige Geschwindigkeit, bis zu 20 Prozent überschreiten die Höchstgeschwindigkeit um mehr als zehn km/h.

„Hier muss eindeutig die Kontrolldichte erhöht werden“, sagte Dr. Brüggemann, „letztlich hat nicht die Höhe einer Strafe die entscheidende abschreckende Wirkung, sondern die hohe Chance erwischt zu werden und danach konsequent sanktioniert zu werden.“

Quelle: VdTÜV

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