Erste Hilfe bleibt häufig aus

Hamburg, 26. Februar 2013 – In rund 60 Prozent der Verkehrsunfälle, bei denen Personen zu Schaden kommen, hilft niemand den Verunglückten. Zu diesem Ergebnis kommt der Notfallmediziner Professor Peter Sefrin, der auch Vorsitzender des Vorstandsausschusses Verkehrsmedizin beim Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) ist.

Für zehn Prozent der Unfalltoten wäre ein Überleben möglich gewesen, wenn Passanten noch vor Ankunft der Rettungsdienste helfend eingegriffen hätten, so Professor Sefrin gegenüber Spiegel Online. Zwar wüssten rund 93 Prozent der Menschen, dass bei der Versorgung die ersten Minuten besonders wichtig seien, doch zur Tat schritten letztlich wesentlich weniger.

Ursache für ein Unterlassen der Hilfeleistung sind nach Angaben des Notfallmediziners eine Mischung aus Unwissenheit und Angst vor Fehlern. Schlimmer seien jedoch Schaulustige, die Bilder oder Videos vom Unfallort machten, statt Erste Hilfe zu leisten.

Der DVR ermutigt alle Verkehrsteilnehmer, im Notfall zu helfen. Sollte wirklich ein Fehler unterlaufen, ist dies nicht strafbar, weil nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt wurde. Unterlassene Hilfeleistung dagegen kann mit bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe oder Gefängnisstrafe geahndet werden.

Quelle: Spiegel Online

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