Destatis: Mehr Verkehrstote auf Landstraßen im Jahr 2011

Wiesbaden, 6. Juli 2012 – Erstmals seit 20 Jahren ist die Zahl der Verkehrstoten auf deutschen Straßen gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, starben im vergangenen Jahr 4.009 Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr. Das ist ein Anstieg um 9,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Schwerverletzten erhöhte sich um 10,2 Prozent auf 68.985, weitere 323.380 Personen wurden leicht verletzt.

Insgesamt ereigneten sich im Jahr 2011 rund 2,36 Millionen Verkehrsunfälle und damit 2,1 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Während die Summe der reinen Sachschadensunfälle um 3,2 Prozent auf 2,06 Millionen sank, stieg die Zahl der Personenunfälle um 6,2 Prozent auf knapp 306.300.

2.441 Verkehrsteilnehmer kamen auf Landstraßen ums Leben. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Anstieg um 10,2 Prozent. Der Anteil der Unfallopfer auf Landstraßen an der Gesamtzahl aller Verkehrstoten beträgt damit 60,9 Prozent. 86 Kinder unter 14 Jahren starben im Straßenverkehr, das waren 17,3 Prozent als im Jahr 2010. In allen anderen Altersgruppen gab es dagegen mehr Todesopfer zu verzeichnen. Die Zahl der tödlich verunglückten Jugendlichen zwischen 15 und 17 Jahren stieg um 14,9 Prozent auf 116, die Zahl der getöteten Menschen über 65 Jahre nahm um 14,7 Prozent auf 1.044 zu.

Mit 614 tödlich verunglückten Fußgängern erhöhte sich diese Zahl um 29 Prozent. Jeder zweite getötete Fußgänger war 65 Jahre oder älter. Die Zahl der tödlich verunfallten Motorradfahrer stieg um 11,5 Prozent auf 708. Besonders stark war der Anstieg bei den 24- bis 34-Jährigen. 169 Motorradfahrer dieser Altersgruppe verloren im Straßenverkehr ihr Leben, das entspricht einem Zuwachs von 49,6 Prozent.

Insgesamt registrierte die Polizei im vergangenen Jahr 49.659 Unfälle aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit. Zwar ist dies ein Rückgang um 10,7 Prozent, allerdings stieg die Zahl der Verkehrstoten in diesem Bereich um 7,1 Prozent auf 1.553.

Quelle: Destatis

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