Ursachen von Müdigkeit

Die Wahrscheinlichkeit für Müdigkeit am Steuer und einen Sekundenschlaf in der Folge kann durch verschiedene Faktoren verstärkt werden. Dazu gehören unter anderem der Tageszeitpunkt, die Fahrsituation, Medikamente, die zurückgelegte Wegstrecke und die vorausgehende Schlafmenge, die durch Schlafstörungen beeinflusst werden kann. So ist die Wahrscheinlichkeit für Müdigkeit am Steuer und einen Sekundenschlaf in der Konsequenz beispielsweise in den frühen Morgenstunden zwischen vier und sieben, in monotonen Situationen wie auf der Autobahn, nach der Einnahme von schläfrig machenden Medikamenten wie beispielsweise Psychopharmaka oder bestimmten Schmerzmitteln, nach vielen zurückgelegten Kilometern und nach einer durchwachten Nacht besonders hoch.

Jeder kennt es einmal nicht schlafen zu können. Viele leiden jedoch überdauernd an behandlungsbedürftigen Ein- und Durchschlafstörungen, welche zu ausgeprägtem Schlafmangel, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen, Tagesmüdigkeit und einer erhöhten Neigung zu psychischen Problemen führen können. Andere leiden unter Schlafkrankheiten wie etwa der Schlafapnoe, dem nächtlichen Schnarchen mit zusätzlichen Atemstillständen, oder aber dem Restless-Legs-Syndrom, dem Syndrom der unruhigen Beine.

Schlafstörungen, wie etwa die Schlafapnoe, gehen unter anderem mit einem erhöhten Risiko für Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall und einer verkürzten Lebenserwartung einher. Schlafmangel, wie er bei Ein- und Durchschlafstörungen oder beim Restless-Legs Syndrom auftritt, kann das Risiko für Stoffwechselerkrankungen, ein geschwächtes Immunsystem und psychische Störungen erhöhen. Zusätzlich kann die erhöhte Müdigkeit am Tag einen Abfall der Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit bedingen. Jede Stunde ohne Schlaf erhöht das Risiko für einen Verkehrsunfall. Im Vergleich zu einer Schlafdauer von sieben Stunden oder mehr ist nach nur vier bis fünf Stunden Schlaf die Wahrscheinlichkeit 4,3-mal höher, nach weniger als vier Stunden Schlaf ist das Risiko sogar 11,5-mal höher. Dies ergab eine Studie der AAA Foundation for Traffic Safety. Schlafstörungen sollten daher ernst genommen und im Bedarfsfall medizinisch untersucht werden, denn ausreichend Schlaf ist für das sichere Führen eines Fahrzeuges essentiell.

Linktipps:

Schlafzentrum unter Leitung von Dr. Weeß des Pfalzklinikums: www.pfalzklinikum.de/angebote/im-krankenhaus/schlafzentrum/

Patienteninformation zu Schlafstörungen: www.schlafgestoert.de

Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin: www.dgsm.de

Allgemeiner Verband chronischer Schlafstörungen Deutschland: www.avsd.eu

Bundesverband Schlafapnoe und Schlafstörungen Deutschland: www.bsd-selbsthilfe.de